Ich gehe nur nach Gefühl und Augenmaß vor, ein EC-Messgerät habe ich nicht.
Die Erde besteht oben aus Anzuchterde und unten aus vorgedüngter Blumenerde von Compo.
Im unteren Drittel ist außerdem Hornspäne und organisches Tomatendüngergranulat eingemischt (Langzeitwirkung, 4% (N), 8% (P), 10% Gesamtkaliumoxid (K)).
Das dürfte für die ersten 3 bis 4 Wochen noch gut Nährstoffe geliefert haben. In der Zeit haben sie nur Regenwasser bekommen.
In der 3. Woche (Wachstum) gab es einmal Brennesseljauche 1:30.
Danach, zum Blütebeginn, habe ich das organische Tomatendüngergranulat im Gießwasser gelöst und damit einige Tage gegossen.
Ab der zweiten Blütewoche gab es nun einmal mineralischen Dünger (Compo Blumendünger mit Guano, N(4), P(5), K(6)).
Den gebe ich ab jetzt alle 4 Tage, 10 Tage vor der Ernte setze ich ihn ab. Ich denke, dass jetzt nur noch mineralisch Sinn macht, weil die Blüten ordentlich Versorgung brauchen und das wenige Substrat nicht reicht, um organischen Dünger in ausreichender Menge zu zersetzen. Den mineralischen Dünger habe ich aber absichtlich bis zum letzten Moment hinausgezögert, damit sich so wenig Salz wie möglich ansammelt.
Als ich den möglichen Magnesiummangel angesprochen hatte, haben die Pflanzen außerdem Magnesiumoxid und Mineralwasser pur bekommen.
Gemischtes Wasser gibt es öfter mal: einmal 50% Regenwasser mit 50% Leitungswasser, einmal mit 50% Mineralwasser.
Reines Regenwasser bringt zu wenig Mikronährstoffe mit, deshalb wird gemischt. Außerdem ist das gut für den PH-Wert. Regenwasser liegt mit 5 bis 5,5 meist etwas zu niedrig, Leitungswasser mit 7,5 zu hoch, gemischt passt es. Bei einem großen Topf spielt das keine Rolle, bei meinen kleinen schon.
Aktuell bekommen die Pflanzen täglich je rund 250 ml Wasser. Alle 4 Tage kommen nach Augenmaß 3 bis 4 Tropfen von dem Compo Blumendünger mit Guano dazu.
Bisher passt das. Leichte Krallen sieht man bei der Orange Sherbet. Bei meinem normalen Grow war es aber auch schon so, dass diese Genetik stärker auf Dünger reagiert hat als die Big Devil XL, die scheint da etwas toleranter zu sein.
Soweit ist alles in Ordnung. Ganz leichte Anzeichen von Überdüngung an den Blattspitzen sind verkraftbar. Nach dem jetzigen Stand kann die Orange Sherbet die nächste Blütedüngung überspringen.