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Early Pearl regular im Zelt: Grow mit Startproblemen

Seite 3 von 3 · zum ersten Beitrag

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Im ersten Satz meine ich mit "dem Sämling in der Naturtalent Universalerde" natürlich die Anzuchterde. Ich hatte mich verschrieben und es erst jetzt bemerkt.

Zu ergänzen ist noch:

Wenn der neue Sämling zu viel Geilwuchs zeigt, kannst du ihn beim Umtopfen auch 2 bis 3 cm tiefer setzen. Das kann sogar gut sein, weil sich am Stil neue Wurzeln bilden können.

Aufgefallen ist mir außerdem, dass der Stil beim alten Sämling schon relativ früh ins Lila ging. Beim neuen ist er noch satt grün und auch etwas kräftiger, leichter Geilwuchs ist aber da.

Lila Stile können auf Nährstoffprobleme, also Stress, hinweisen. Ein früher Hinweis, dass etwas nicht ganz gestimmt hat.

(Bestimmte Genetik kann in späteren Stadien ebenfalls lila Stiele hervorbringen, oder es liegt an starker Kälte unter 10 °C. Das ist bei dir auszuschließen, ich wollte es aber als Hinweis ergänzen.)

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell
Aufgefallen ist mir außerdem, dass der Stil beim alten Sämling schon relativ früh ins Lila ging. Beim neuen ist er noch satt grün und auch etwas kräftiger, leichter Geilwuchs ist aber da.

Im Kokos sind keine Nährstoffe. Irgendwann gehen eben auch die Reserven aus dem Keimling zur Neige. Ich denke, das dürfte etwa nach dem ersten echten Blattpaar sein. Dann wird umgebaut.

Bei der Nachzüglerin fällt mir der Geilwuchs deutlich eher auf. Das mag am fehlenden Reflektor um das Leuchtmittel liegen, da geht sicher Leistung verloren.

Nativ strahlt die LED mit 200° ab. Mit Reflektor dürften es geschätzt weniger als 90° sein. Genauer traue ich mich gerade nicht zu schätzen.

terraristikshop.net/Beleuchtung/Reflektoren-F…

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Gestern hatte ich es schon befürchtet, heute hat es sich bestätigt:

Ich habe einen Trauermückenbefall.

Seit dem Um- und Eintopfen habe ich die Erde nicht wieder gegossen, außer heute das Nötigste. Sie sollte also relativ trocken sein.

Bei der Suche nach Gegenmitteln landet man bei Nematoden, die über das Gießwasser gegeben werden. Für 2 Anwendungen 22 € und Besserung nach 2 Wochen.

In der Blüte sollte man so etwas sicher auf Vorrat haben.

Bei mir behandle ich das Gießwasser jetzt mit Neemöl und hoffe das Beste

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Gegen die Larven ist Neemöl schon mal eine gute Lösung.

Mit ein paar zusätzlichen Gelbtafeln könntest du die Trauermücken noch einfangen.

Bei meinem letzten Grow draußen habe ich auch schon frühzeitig vorbeugend mit Neemöl gearbeitet. Ich habe das Gefühl, irgendwas kommt immer. Trauermücken sind dabei noch das Harmloseste. Oft sind es Minierer oder Spinnmilben, manchmal auch alles zusammen.

Mit Neemöl war es gefühlt wesentlich besser. Ein paar wenige Tierchen waren mal dran, aber nur ganz dezent, und vermehrt haben sie sich nicht.

Nematoden sollen ebenfalls sehr effektiv sein. Viele Grower setzen sie schon bei der ersten Bewässerung ein. Mit Neemöl sollte man sie aber nicht kombinieren, weil sie davon auch geschädigt werden.

Trauermücken und andere Tierchen treten, auch wenn man es kaum glaubt, ebenso indoor häufig auf. Manchmal sind die Eier schon in der Erde mit eingepackt. Oft legen Trauermücken ihre Eier auch in die Säcke, gerade wenn die draußen liegen und kleine Löcher haben. Manchmal hat man sie auch schon über Obst, Zimmerpflanzen oder das Lüften in der Wohnung. Sicher ist man nie.

Man kann die Erde backen, aber das tötet Mikroorganismen und zersetzt Nährstoffe. Also auch keine richtige Lösung.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell
Trauermücken und andere Tierchen treten, auch wenn man es kaum glaubt, ebenso indoor häufig auf. Manchmal sind die Eier schon in der Erde mit eingepackt. Oft legen Trauermücken ihre Eier auch in die Säcke, gerade wenn die draußen liegen und kleine Löcher haben. Manchmal hat man sie auch schon über Obst, Zimmerpflanzen oder das Lüften in der Wohnung. Sicher ist man nie.

Ich würde sogar sagen, dass sie indoor eher zum Problem werden, weil sie draußen von Nützlingen in Schach gehalten werden.

Hier aktuelle Bilder der älteren Early Pearl. Ich finde, sie sieht im Grunde okay aus. Klar wächst sie langsam und streckt sich, aber für eine Mutterpflanze wäre das in Ordnung.

Pflanze 2 streckt sich deutlich stärker.

Nachtrag: Nachdem ich die Bilder durchgesehen und etwas über die Pflanzen nachgedacht habe, habe ich die Lampe von #2 auf 11 cm heruntergelassen.

Ich bin gespannt, was bei einem zweiten Versuch herauskäme. Meint ihr, der Reflektor macht so einen Unterschied?

Zur besseren Vergleichbarkeit habe ich einmal verschiedene Pflanzenstadien herausgesucht.

#1 Tag 9

#1 Tag 12

#2 Tag 10

Und die Trauermücken.

[7 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Wie sich die Pflanzen gerade entwickeln, sieht gut aus. Bei den Nährstoffen passt es jetzt jedenfalls.

Mit dem Licht näher heranzugehen ist sicher gerechtfertigt und die richtige Entscheidung.

Ich denke, auch bei #1 kann die Lampe wieder etwas näher, sofern du weiterhin den zuletzt erhöhten Abstand einhältst und mit der Lampe kontinuierlich mitgehst, um ihn zu halten. Sie ist jetzt kein empfindlicher Keimling mehr, bildet deutlich Blätter und hat keinen großen Nährstoffmangel mehr.

Ich vermute, der neue Keimling spargelt stärker, weil er gesund ist und genügend Nährstoffe hat. Er hat also Ressourcen, um den Lichtmangel mit Geilwuchs auszugleichen.

Dem Keimling davor fehlten vermutlich schon die Nährstoffe, um überhaupt zum Licht zu wachsen. In den ersten 5 Tagen lieferte noch der Samen die Energie, danach wurde es höchstwahrscheinlich eng. Er hat das Wachstum dann generell verlangsamt, daher sowohl weniger Geilwuchs als auch weniger Blattmasse. Der Reflektor spielt natürlich auch eine Rolle, aber ich denke, zum großen Teil waren es die fehlenden Nährstoffe.

Der Geilwuchs ist wirklich nicht schlimm, solange sich der Stil stabil selber halten kann.

Mit dem Umtopfen und dem tieferen Einsetzen ist das schnell wieder vergessen.

Wenn du die Lampe ohne Reflektor einfach immer etwas tiefer hängst als die andere, kommt es vermutlich aufs Gleiche heraus. Erst später, wenn Tiefenwirkung nötig wird, weil die Pflanzen Höhe haben, wird der Reflektor wirklich relevant.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Heute ist mit Tag 20 ein Jubiläum 🍾

Sie leben noch

Beide lassen die Blätter etwas hängen, möglicherweise stehen sie nach der Neemölgabe zu feucht.

Im kleineren Topf wirkt das Substrat beim Anfassen aber eher trocken. Im größeren Topf kann ich mir kaum vorstellen, dass die Pflanze viel an der Feuchtigkeit ändert.

Die niedrige Luftfeuchtigkeit von 55 % könnte natürlich damit zu tun haben, sicher bin ich mir aber nicht. Immerhin könnte die Heizmatte die Verdunstung in den Töpfen erhöhen.

Hier die Bilder:

Die ältere #1 von oben und von der Seite

Die jüngere #2 ebenfalls von oben und von der Seite

[4 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Ich würde sagen, das passt, bezogen auf das, was bei dir machbar ist. Das Wachstumstempo ist nicht optimal, aber es lässt sich begründen, warum.

• Mit 16,8 °C liegt die Temperatur nicht im Idealbereich, das verringert den Stoffwechsel und kostet etwa 30 % Wachstumsgeschwindigkeit. Die Heizmatten können das sicher etwas ausgleichen, aber nur im unteren Wurzelbereich.

• Die Luftfeuchtigkeit ist im Winter immer besonders schwierig, weil die Luft draußen durch die Kälte sehr trocken ist und Heizungen die relative Luftfeuchte in der Wohnung noch weiter senken. Mit 55 % bist du nicht im Idealbereich, den würde ich eher bei etwa 65 bis 70 % sehen, du weichst aber auch nicht extrem stark ab. Das geht in Ordnung.

• Beim Licht bleibt es weiterhin eher ein Experiment. Ob das jetzt schon ideal ist, weiß ich selbst nicht ganz sicher. Da muss man eventuell weiter vorsichtig herumprobieren. Lichtstress will man ja auch nicht auslösen.

Man muss also realistisch sehen, dass dieser Grow bei diesen Gegebenheiten nicht mit einem Idealsetup vergleichbar ist. Temperatur und Feuchte sind zu niedrig, beim Licht wird noch geforscht.

Die Pflanzen sehen soweit in Ordnung aus. Die neue wirkt abgesehen vom Geilwuchs, der vom zu wenigen Licht kommt, gesund. Die andere sieht auch nicht schlecht aus, wir sollten die hängenden Blätter aber weiter beobachten und darauf achten, dass sie nicht aufhellen.

Ich denke, das wird. Der Frühling käme dir mit steigenden Temperaturen sicher entgegen, aber bis dahin dauert es leider noch.

Die Pflanzen wachsen, wenn auch nicht sehr schnell, und Mängel sind nicht erkennbar. Es dauert nur länger, aber es geht stetig voran. Ohne Zeitdruck sollte das ja kein Problem darstellen.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ich habe gerade das Zelt aufgemacht, es waren 70 % RLF bei 18 °C.

Die Heizung habe ich auf eine Zieltemperatur von 20 °C hochgesetzt. Die Heizmatte steht ebenfalls auf 20 °C.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Weil die Blätter seit einigen Tagen hängen und langsam ausbleichen, habe ich etwas Messtechnik gekauft

gbk-shop.de/royal-gardineer-3in1-messgeraet

Dieses Messgerät ist neu eingezogen. Eigentlich wollte ich nur einen mechanischen Feuchtigkeitsindikator, aber weil so etwas mit zusätzlichen Funktionen kaum teurer war, wollte ich es testen.

Das erste Foto zeigt den aktuellen Zustand der älteren Early Pearl.

Die Feuchtigkeitsmessung zeigt schon an, dass die Erde wahrscheinlich zu feucht ist.

Interessant ist, dass der pH zwischen 8 (grüner Balken) und 7 (linker roter Balken) liegt. Die Skala ist mir auf dem Foto leider nicht gut gelungen, es ist die unterste.

Zum Schluss noch die jüngere Early Pearl.

Was haltet ihr von solchen Indikatormessgeräten? Von der Technik dahinter habe ich leider noch keine Ahnung.

[4 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Dein Grow deckt bald wirklich alles ab, was an Problemen möglich ist.

Nach dem Umtopfen hatten sie sich anfangs echt gut gemacht, da war ich sehr optimistisch. Jetzt gibt es leider wieder Probleme, und das sieht echt nicht so gut aus.

Als Ursache ausschließen würde ich meiner Meinung nach:

• Deutlich zu wenig Licht ❌ - Bei zu wenig Licht vergilbt eine Pflanze nicht so stark, sie zeigt nur Geilwuchs.

• Zu viel Licht ❌ - Dann gäbe es nur oben Verfärbungen.

• Zu wenig Nährstoffe im Substrat ❌ - Ich kenne die Erde, ich habe damit erheblich größere Pflanzen problemlos ohne Mängel hochgezogen.

Leichter Einfluss, aber nicht die Hauptursache:

• Zu geringe Temperatur (neutral) - Die Temperatur war zu niedrig, bei geringer Abweichung verlangsamt das aber nur das Wachstum.

• Zu geringe Luftfeuchtigkeit (neutral) - Die zuvor teilweise nur 55 % liegen noch in einem akzeptablen Bereich. Perfekt war das nicht, die Hauptursache ist es trotzdem nicht.

Höchstwahrscheinliche Ursachen:

• Staunässe und einsetzende Wurzelfäule ✅ - Die Symptome der Pflanze passen, der Feuchtigkeitsmesser bestätigt es auch. Bei der bei dir in der Vergangenheit niedrigen Raumtemperatur findet praktisch keine Verdunstung statt, das Wasser hält sich lange im Topf. Dein Gießmuster kenne ich allerdings nicht.

• Sehr alkalischer pH-Wert im Gießwasser ✅ - Möglicherweise liegt dein Gießwasser beim pH weit von dem entfernt, was die Pflanzen eigentlich brauchen, ideal wären etwa 6 bis 7. Hat das Wasser beispielsweise einen pH von 8 oder mehr, kann das Medium langfristig basisch werden. Bei frischer Erde passiert das eigentlich sehr langsam, bei wirklich erheblich alkalischem Gießwasser könnte es aber schnell gehen.

Dass die Pflanzen nach dem Umtopfen erhebliche Besserungen zeigten und dann schleichend wieder Probleme auftraten, bestätigt diese beiden Ursachen.

Ich würde jetzt so vorgehen:

• Die Pflanzen erstmal gar nicht gießen und danach deutlich weniger. Du hast ja jetzt einen Feuchtigkeitsmesser, der dir dabei etwas hilft.

• Miss einfach mal das Leitungswasser mit deinem Gerät. Vielleicht funktioniert das auch. Es wäre interessant, welchen pH es dort anzeigt. Falls es zu alkalisch ist, beim nächsten Gießvorgang, der leider noch warten muss, den pH des Wassers nach unten regulieren.

Bei Staunässe hast du ein ziemliches Problem, weil es ewig dauern kann, bis das Wasser dort heraus verdunstet ist. Bis dahin wird es sehr kritisch. Ist der pH viel zu alkalisch, kannst du ihn zum Beispiel mit Phosphorsäure regulieren, aber leider auch nur mit einem Gießvorgang, und bei Staunässe ist das natürlich ebenfalls schwer. Mineralwasser mit Kohlensäure würde den pH-Wert auch herunterbringen, das würde aber ebenfalls dauern.

Es wird schwierig. Ich hoffe, das Problem ist noch in den Griff zu bekommen.

Hast du eigentlich immer mit deinem Leitungswasser gegossen oder bist du auf Alternativen umgestiegen? Am Anfang hattest du ja bereits erwähnt, dass es laut Trinkwasseranalyse einen pH-Wert von 7,93 aufweist.

Aus eigener Erfahrung kann ich nicht sagen, wie gut das Gerät arbeitet. Bei Amazon hat es immerhin eine Bewertung von 3,9 und wird als brauchbar beschrieben.

Jemand schrieb:

Das Gerät misst PH Werte 1-10 Scala bis auf 0,2 genau. Dies haben wir zuerst an verschiedenen Säurekonzentrationen in Wasser getestet. Dann an der frischen Blumenerde (Herstellerangabe PH 5,8) - das Gerät zeigte ein PH von 5,6. Feuchtigkeitstest wurde auf drei unterschiedlich feuchten erden durchgeführt: trocken, vor einem Tag gegossen, frisch gegossen. Das Gerät zeigte eindeutig für jede Probe: trocken (rot), grüner Bereich und nass (blau).

Einige hatten allerdings auch Montagsgeräte, die auf Änderungen kaum reagiert haben. Hoffentlich hast du ein funktionierendes erwischt.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Deine Vermutungen gehen in die richtige Richtung.

Seit dem Auftreten der Trauermücken habe ich zweimal gewässert.

Ich war überzeugt, dass die obere Erdschicht trocken war, und habe gegossen, bis unten etwas Feuchtigkeit austrat.

Der Fehler dürfte darin liegen, dass nur die oberste Erdschicht trocken war.

Von den Messgeräten habe ich zwei, kann also etwas herumtesten.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell
Ich war überzeugt, dass die obere Erdschicht trocken war, und habe gegossen, bis unten etwas Feuchtigkeit austrat.

Was oft gut funktioniert: einfach den Topf anheben und nach Gefühl prüfen. Trockene Erde wiegt nur etwa ein Viertel von gesättigter Erde. Sobald man dafür ein Gefühl hat, merkt man das sehr deutlich.

Bei Cannabis gilt gerade beim Wasser: weniger ist mehr. Cannabis stammt ursprünglich aus eher warmen Regionen mit vergleichsweise wenig Regen und kommt mit weniger Wasser oft besser zurecht als viele andere Pflanzen.

Zu viel Wasser und Staunässe gehören leider zu den häufigsten Problemen. Man denkt, Wasser sei gut, die Pflanzen bräuchten ja immer ordentlich davon. Die Wurzeln brauchen aber dringend auch Trockenphasen, um atmen zu können. Bei frischen Keimlingen ist es noch kritischer: Bis zur Sättigung mit Drain zu gießen kann bei niedrigen Temperaturen schnell problematisch werden. Bei 17 °C verdunstet kaum etwas, und über die Pflanze wird bei Keimlingen praktisch noch kein Wasser abgegeben.

Stehen die Wurzeln dann 7 bis 8 Tage zu feucht, wird es problematisch.

Die Gießmenge muss deshalb an Umgebungstemperatur, Pflanzengröße und Topfvolumen angepasst werden, damit ein gleichmäßiger Rhythmus mit klaren Nass- und Trockenphasen entsteht:

• Bei einer großen Pflanze in einem kleinen Topf und hoher Temperatur, etwa 28 °C, kann man alle 4 Tage mit Drain gießen. Unter diesen Bedingungen nimmt die Feuchtigkeit schon nach 2 Tagen deutlich ab, und nach 4 Tagen ist die Erde praktisch trocken. Nass- und Trockenphasen sind damit klar getrennt, und die Pflanze bekommt genug Luft.

• Ist die Temperatur dagegen niedrig, zum Beispiel nur 17 °C, und die Pflanze noch sehr klein, dann bedeutet Gießen mit Drain oft, dass sie 5 bis 6 Tage viel zu nass steht. Erst nach etwa 8 bis 10 Tagen ist die Erde wieder einigermaßen trocken. Das ist eine viel zu lange Nassphase. Dann gießt man besser deutlich weniger, also ohne Drain. So verkürzt man die Nassphase auf etwa 2 Tage, und die Pflanze hat zwischendurch die Möglichkeit zu atmen.

Zusammengefasst: Die Pflanze braucht ein definiertes Intervall zwischen Nass- und Trockenphasen. Die Nassphase sollte nicht länger als 2 Tage dauern, weil die Wurzeln sonst nicht atmen können, und das heißt Staunässe.

Bei niedriger Temperatur, Keimlingen und gegebenenfalls großen Töpfen muss die Gießmenge also deutlich reduziert werden. Gießen bis zur Sättigung mit Drain ist dann oft fatal, weil die Nassphase zu lang wird und die Verdunstung deutlich länger als 2 Tage braucht.

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Schade zu sehen, dass es nicht so recht klappen will! Dass Du jetzt alles versuchst, um es noch zu retten, kann ich gut verstehen. Das Gefühl kenne ich gut, meinen ersten schiefgelaufenen Grow hatte ich ja erwähnt, wegen der sehr ähnlichen Probleme beim Start wie bei Dir. Ich musste dann aber auch einsehen, dass zu viel "Herumdokterei" nur das Gegenteil von dem bewirkt, was man sich eigentlich wünscht, nämlich gesunde, kräftige Pflänzchen. Bei Dir sehe ich ein gewisses Risiko, in genau diese Phase zu geraten.

Die ältere Early Pearl hat zwischenzeitlich erholter ausgesehen, macht insgesamt aber eher den Eindruck, zwergwüchsig zu sein. Zeit hast Du natürlich viel, aber das Wurzelsystem scheint einen eher angeschlagenen Charakter entwickelt zu haben, wenn ihr versteht, was ich meine. Das Ergebnis könnte passabel ausfallen oder im schlimmsten Fall miserabel, und davon unabhängig: mit welcher Zeitdauer, mit welcher "Investment-Höhe"? Im Prinzip halte ich die Early Pearl für einen Risiko-Kandidaten, was künftige Krankheiten und allgemeine Probleme bei Wachstum und Blüte betrifft, und würde sie persönlich nicht weiter mitziehen.

Die jüngere Early Pearl wäre, falls übergossen, unter Umständen noch zu retten, reiht sich gefühlt gerade aber auch eher hinter der älteren ein. Vielleicht gibt es ja doch noch ein kleines Wunder. 👍

Ich drücke weiterhin die Daumen!

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Genau deswegen mache ich Growreports.

Ohne eure Kommentare würde ich jetzt wahrscheinlich hier sitzen und elendlich weiter herumprobieren.

In der letzten Woche habe ich außer dem Licht anschalten nichts an den Pflanzen gemacht. Großer Trommelwirbel ::: Kaum etwas hat sich geändert, die Pflanzen sind hinüber. Zu viel Feuchtigkeit in der Anfangsphase hat das Wurzelwachstum gestört, deshalb hilft jetzt auch kein Licht mehr, die nicht vorhandenen Nährstoffe umzuwandeln.

Hier der direkte Vergleich

26.01.26, eigentlich schon die Abschlussbilder

02.02.26, heute

[5 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Stimmt, ich hatte mich "verhört", danke für die Korrektur oben. Allerdings kenne ich auch von "Geilwuchs" bislang nur das Adjektiv "geilwüchsig".


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