Hallo in die Runde,
ich bin neu hier und probiere seit Anfang Juni zum ersten Mal, selbst etwas anzubauen.
Weiß jemand, wie ich hier ein Foto hochladen kann? Dann könnte ich mir mal eine Einschätzung zu meiner Pflanze abholen.
Grüße
Seite 1 von 13 · zum letzten Beitrag
Hallo in die Runde,
ich bin neu hier und probiere seit Anfang Juni zum ersten Mal, selbst etwas anzubauen.
Weiß jemand, wie ich hier ein Foto hochladen kann? Dann könnte ich mir mal eine Einschätzung zu meiner Pflanze abholen.
Grüße
Hallo,
ich hoffe, das Bild ist zu sehen.
Aus der Erde gekommen ist der Keimling am 06.06., auf dem Foto sieht man, wie es aktuell aussieht.
Passt die Größe aus eurer Sicht so nach 17 Tagen?
directupload.eu/file/d/8959/zs2pe468_jpg.htm
Grüße
Schön, dass du da bist.
Wie sich Bilder direkt einbinden lassen, steht hier erklärt:
Danke für den Hinweis.
Herzlich willkommen,
ich fange direkt mit meiner Einschätzung an:
Am Anfang hat die Pflanze wahrscheinlich zu wenig Licht abbekommen, weil der Sack nicht bis oben hin mit Erde gefüllt war. Der Rand des Sacks hat viel Schatten geworfen, dadurch kam die Sonne nicht richtig bei der Pflanze an. Das Ergebnis ist dieser dünne, lange Stiel: Sie hat sich mit aller Kraft nach dem Licht gestreckt, das ihr am Anfang gefehlt hat.
Als Tipp fürs nächste Mal: Sack oder Topf fast bis an den oberen Rand auffüllen. 1-2 cm Luft nach oben reichen völlig, mehr braucht es nicht. Nach dem Gießen sinkt die Erde ohnehin noch ein paar Zentimeter ab.
Ansonsten sieht das Ganze ordentlich aus. Auf dem Foto wirkt die Erde ziemlich trocken, ein Schluck Wasser würde ihr vielleicht noch guttun.
• Wie alt ist die Pflanze inzwischen? • Welche Erde steckt im Topf? • Handelt es sich um eine photoperiodische Sorte? • Willst du später noch düngen? • Wenn ja: organisch oder mineralisch?
Danke für die ausführliche Einschätzung.
Aus der Erde ausgetreten ist sie am 06.06., damals in einem Topf mit rund 300 bis 400 ml. Ins Wasserglas kam der Samen am 03.06., eingepflanzt habe ich ihn am 05.06.
Ob sie photoperiodisch ist, kann ich nicht sagen. Ich habe einfach Samen gekauft, die mich angesprochen haben; die Sorte heißt jedenfalls Strawberry Tart.
Umgetopft habe ich gestern, jetzt stehen sie in 11-l-Stofftöpfen. Davor waren sie etwa 16 Tage in diesem, ich nenne es mal, kleineren Stecklingstopf mit den besagten 300 bis 400 ml.
Das mit der Erde hatte ich mir fast gedacht. Ist es in Ordnung, jetzt noch Erde nachzufüllen, oder lässt man das besser?
Drin ist die Bio-Hanferde von Muddis, der Steckling stand vorher in Anzuchterde vom gleichen Hersteller.
Gedüngt wird mineralisch mit Hesi, einmal pro Woche, genau nach deren Düngeplan. Dazu gleich eine Frage: Laut Plan wäre in der zweiten Wachstumswoche Bloom-Dünger fällig, von der Blüte ist sie aber noch ein gutes Stück entfernt, soweit ich das als Laie beurteilen kann. Wie siehst du das, lieber beim Grow-Dünger bleiben?
Das Foto ist von gestern, spät am Nachmittag. Gegossen habe ich heute früh am Morgen, das Wasser hatte ich auf pH 6,4 eingestellt. Diesmal habe ich so lange gegossen, bis unten leicht etwas aus den Stofftöpfen getropft ist. Das aufgefangene Wasser habe ich dann gemessen (EC) - mein Gerät zeigt ab 1,9 mS/cm nur noch ERROR, ich liege also auf jeden Fall darüber.
Danke dir jedenfalls für die Rückmeldung
Wenn du vorsichtig arbeitest und den Stiel nicht beschädigst, kannst du dort ohne Weiteres 5 cm Erde nachfüllen.
Der Hesi-Plan bezieht sich meines Wissens auf Indoor, wo man nach der zweiten Woche die Blüte einleitet. Du growst ja draußen, und wenn es eine photoperiodische Sorte ist, beginnt die Blüte bei dir erst Mitte August.
Heißt: Du kannst noch rund acht Wochen lang Wachstumsdünger geben. Dass die Blüte losgeht, erkennst du an den weißen Blütenfäden, die aus der Pflanze wachsen.
Alles klar. Gibt es so einen Düngeplan auch für draußen? Und was sollte ich außer dem Grow-Dünger sonst noch einsetzen?
Oder hast du einen Tipp, wie ich am besten vorgehe?
Für einen Grow draußen macht deine Pflanze einen guten Eindruck.
In der Wachstumsphase reicht der Dünger nach Anleitung, aber Achtung: Bei Kälte nimmt die Pflanze weniger davon auf.
Ich hoffe, du hast eine Automatic, sonst könnte es zeitlich knapp werden - wie weit südlich du wohnst, weiß ich ja nicht. Das Licht wird jeden Tag weniger, bei einer normalen photoperiodischen Pflanze kann es mit der Blüte also noch etwas dauern.
Danke. Eine Automatic ist es leider nicht. Ich wohne recht weit südlich in Deutschland, insofern passt es halbwegs.
Und wie ist es mit dem restlichen, ich nenne es mal Krimskrams? TNT, Super Vit, Wurzelkomplex, Power Zyme und so weiter.
Braucht man das zwingend?
Grüße
Ich bin Purist: gute Erde, Wasser, Dünger von Compo. Der Spezialist ist der Kollege oben.
Hat bisher gut geklappt.
Probleme gab es nur bei zu kaltem Wetter.
Lies mal dessen Berichte, da staunst du.
Stimmt, die Beiträge des Kollegen finde ich klasse, auch wie er alles beschreibt und umsetzt (dürfte für meinen Geschmack nur noch etwas mehr sein 😉).
Ich will es halt perfekt machen, weil das ganze Düngerzeug bei mir in der Garage steht. Jetzt traue ich mich fast nichts mehr davon zu verwenden 😅
Normal ist gut.
Viel geht oft auch noch.
Zu viel bringt das Gegenteil.
Wenn du etwas Erde nachfüllst und schön grüne Blätter bekommst, dann liegst du absolut richtig.
Der Kollege hier hat mich oft beraten und probiert selbst viel aus. Wenn du unsicher bist, bei Veränderungen oder Blattschäden: auf ihn hören. 😉 😉
Und noch was zum „perfekt machen": Das wird nicht klappen. Deine Pflanze steht in der Natur und nicht im Labor.
Ich poste einfach weiter, wie es läuft, und gehe erst mal nach Bauchgefühl. Den einen oder anderen Tipp werdet ihr mir dann ja schon noch geben. Danke jedenfalls schon mal dafür.
Dafür brauchen wir Bilder. Ich nehme dazu am liebsten www.picr.de (picr.de), weil dort alle Lesenden und Helfenden die Fotos auch größer anschauen können.
Ein Grow- und ein Blütedünger genügen vollkommen. Die übrigen Präparate braucht man nicht, sie holen höchstens die letzten 3 % aus den Pflanzen - und selbst das nur, wenn man sie korrekt einsetzt. Falsch dosiert kann Dünger den Pflanzen auch ordentlich schaden.
Wurzelcomplex kann beim Umtopfen etwas bringen, weil die Wurzeln angeregt werden und schneller ins neue Substrat hineinwachsen. Auch während der Keimung kann das sinnvoll sein. Nötig ist es nicht, aber das Produkt hat zumindest einen erkennbaren Zweck.
Sinnvoll finde ich außerdem CalMag (Calcium, Magnesium), wenn man unter LED-Panels growt. Ein CalMag-Mangel tritt in der Regel vor allem unter LED-Licht auf. Der Grund: LEDs geben sehr wenig Infrarotlicht ab, dadurch transpirieren die Blätter weniger. Beim Transpirieren verdunstet Wasser an der Blattoberfläche, und über diesen Vorgang werden Nährstoffe transportiert. Unter LED passiert das kaum, deshalb braucht man zusätzlich CalMag, um den Mangel auszugleichen.
Alles andere halte ich für verzichtbar. Man kann es durchaus als Geldmacherei sehen. Die Hersteller freuen sich natürlich, wenn das Kombipaket über den Tisch geht und die Leute an die Wirkung glauben. Manches davon ist vermutlich eher eine Art Placebo: gut für das Gewissen des Growers, für die Pflanze ohne Nutzen.
Kann sein, dass das eine oder andere Mittel unter bestimmten Umständen etwas bewirkt, aber normalerweise bringt eine gute Erde alles Weitere in ausreichender Menge mit.
Draußen unter Sonnenlicht reichen ein guter Grow- und Blütedünger mit passender Nährstoffzusammensetzung völlig aus.
Wichtig und in größerer Menge nötig sind diese Nährstoffe (Makronährstoffe):
• Stickstoff (N) • Phosphor (P) • Kalium (K)
Stickstoff spielt in der Wachstumsphase die Hauptrolle, damit die Pflanze zügig wächst und effizient Blattmasse aufbaut. Phosphor und Kalium braucht sie in dieser Phase nur in geringerer Menge, etwa die Hälfte des Stickstoffs. Also zum Beispiel: 50 % Stickstoff, 25 % Phosphor, 25 % Kalium. Auf die Kommastelle kommt es nicht an, aber Stickstoff sollte deutlich überwiegen.
In der mittleren Blütephase endet das wesentliche Wachstum, und jetzt werden Phosphor und Kalium relevant. Phosphor ist wichtig für Blütenentwicklung, Terpene und Harzproduktion, Kalium für einen guten Stoffwechsel. Eine Dosierung in der mittleren Blüte könnte etwa so aussehen: 20 % Stickstoff, 40 % Phosphor, 40 % Kalium. Auch das ist nur eine Orientierung, exakte Werte sind nicht entscheidend - Phosphor und Kalium sollten aber höher liegen als der Stickstoff.
Die übrigen Nährstoffe (Mikronährstoffe wie Calcium, Magnesium, Eisen, Zink, Mangan, Kupfer, Bor, Molybdän, Silizium) benötigt die Pflanze nur in Spuren. Meist deckt die Erde das ab, oder es kommt zusätzlich über das Gießwasser.
Wer ausschließlich mit Regenwasser gießt und einen sehr kleinen Topf hat, dem könnten die Mikronährstoffe in der Spätphase ausgehen. Dann lohnt es sich, mineralhaltiges Wasser zu geben, also Leitungs- oder Mineralwasser. Alternativ reichert man das Regenwasser selbst mit Mineralstoffen an, zum Beispiel mit Gesteinsmehl (guter Allrounder), Bittersalz (Magnesium) und Calciumnitrat (Calcium).
Ich denke, als Zusammenfassung hilft das weiter. Nutze deine Sonderprodukte gerne, notwendig sind sie nicht. Entscheide selbst.
Entscheidend ist, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie die Pflanzen aussehen, und dann zu reagieren, sobald etwas auffällt. Einfach alles auf gut Glück hineinzuschütten, kann genauso schlecht oder sogar schlechter sein als ein Mangel. Ein leichtes Nährstoffdefizit bekommt man schnell in den Griff, eine deutliche Überdüngung wirkt sich dagegen dauerhaft negativ aus.
Mehr bringt nicht mehr. Was die Pflanze nicht braucht, scheidet sie nicht aus; es lagert sich als Salz im Substrat an und sorgt für Nährstoffblockaden.
Bei Überdüngung denkt man oft an einen Mangel, weil die Nährstoffaufnahme insgesamt blockiert ist oder weil Nährstoffe miteinander konkurrieren. Zu viel von einem kann einen anderen blockieren. Deshalb ist es besser, gar nicht erst in die Überdüngung zu geraten - richtig zu erkennen, was hier schiefläuft, braucht nämlich eine Menge Wissen.
In einem großen Topf mit guter, nährstoffreicher Erde fängt die Erde ziemlich viel ab. Da genügt oft die Hälfte der vom Hersteller empfohlenen Menge. In kleinen Töpfen ist Düngen wichtiger, aber auch schwieriger, weil sich Salz dort schneller in hoher Konzentration ansammelt.
Mehr bringt nicht mehr. Was die Pflanze nicht braucht, scheidet sie nicht aus; es lagert sich als Salz an und sorgt für Nährstoffblockaden.
Da liegen wir ziemlich beieinander. 😉
Aber..................
ich habe eine Menge mitgenommen. Starke Ausführung.
Ein Grow- und ein Blütedünger genügen vollkommen. Die übrigen Präparate braucht man nicht, sie holen höchstens die letzten 3 % aus den Pflanzen
Und weil du draußen growst, hast du bestimmt 20 % andere Baustellen: Temperatur, Wind oder fehlende Sonne.
Die Schädlinge habe ich bisher noch gar nicht angesprochen.
Draußen kann das jederzeit zum Thema werden. Blattläuse, Minierer, Spinnmilben und Trauermücken tauchen an Cannabispflanzen im Freien öfter auf.
Ich würde eine Mischung aus Neemöl und Wasser nehmen. Die Pflanze damit einmal pro Woche einsprühen, und zwar bei bedecktem Wetter, nicht in der Sonne. Damit hat man so gut wie alle Schädlinge im Griff, abgesehen von Schnecken, Raupen oder größeren Tieren.
In der Blüte sollte man es allerdings nicht mehr einsetzen. Neemöl ist zwar ein biologisches Produkt aus einem Baum, aber wenn es an den Blüten haftet, verändert es den Geschmack, und beim Rauchen ist es der Gesundheit sicher nicht zuträglich.
Auf zehn Metern Höhe bin ich vor Schnecken und den meisten Krabblern sicher.
Guten Morgen,
heute früh habe ich wieder gegossen, und zwar so viel, bis unten leicht etwas aus den Stofftöpfen getropft ist. Das überschüssige Wasser habe ich aufgefangen, um den EC zu messen. Der liegt offenbar jenseits von gut und böse (>1,99). Liegt das möglicherweise am Dünger?
Die eine Pflanze (umgetopft am 21.06.) habe ich nach dem Hesi-Düngeplan gedüngt - da ist so ein Wert wahrscheinlich noch erklärbar.
Die andere Pflanze hat noch keinen Dünger bekommen und ist erst gestern in den Endtopf gewandert, trotzdem zeigt sie ebenfalls einen EC über 1,99.
Geht das mit der Zeit noch von allein runter?
Viele Grüße