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Erster eigener Grow draußen mit Strawberry Tart

Seite 3 von 13 · zum ersten Beitrag · zum letzten Beitrag

Archiv-Mitglied FArchiv · redaktionell
Was macht ihr eigentlich gegen die extreme Hitze, wenn ihr draußen growt? Tagsüber sind es teilweise 35 Grad. Stecken die Pflanzen das weg, oder sollte man sie besser in den Schatten stellen?

Versuche, die Pflanzen für die heißen Tage aus der extremen Sonne zu nehmen oder anders zu kühlen, denn ab 30 °C kann bei Cannabis Hitzestress auftreten.

Du hast wahrscheinlich recht. Die Samen, die wir heute kaufen können, sind für „Indoor im Zelt" oder für deutlich größere Anlagen optimiert. Und dann genau auf die vorgegebenen Parameter eingestellt.

Das hat nichts mit „den Pflanzen" zu tun, die wir heute kaufen. Bei den meisten Pflanzen liegt das Temperaturoptimum unter 30 °C, meistens um die 25 °C. Durch Züchtung kann man Pflanzen eventuell etwas hitzeresistenter machen, das Optimum ist es damit aber trotzdem nicht.

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell
31 bis 38 °C sind nirgendwo auf der Welt „moderate Temperaturen", das sind einfach Aussagen, die nicht zutreffen.

Tut mir leid, in Südindien und Sri Lanka liegen die kältesten Temperaturen bei etwa 28 Grad, danach wird es wärmer. Und daher stammt unter anderem Cannabis. Über Kalifornien kann ich nichts sagen, aber warm ist es dort ebenfalls.

Und ganz ehrlich:

Bei 28 Grad und Seewind lag ich wegen der Kälte unter einem Federbett.

Du hast wahrscheinlich recht. Die Samen, die wir heute kaufen können, sind für „Indoor im Zelt" oder für deutlich größere Anlagen optimiert. Und dann genau auf die vorgegebenen Parameter eingestellt.

..... und deshalb gebe ich dir recht.

Dafür habe ich ein eigenes Thema aufgemacht:

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Ich habe hier ein bisschen aufgeräumt, weil wieder teilweise drei Beiträge innerhalb von wenigen Minuten von derselben Person kamen. Denkt bitte daran, dass sich Beiträge eine Stunde lang bearbeiten lassen.

Wie kommst du eigentlich auf Kalifornien (??) und Sri Lanka beziehungsweise Südindien? Wie oben schon geschrieben wurde: Auch alle Quellen, die ich finde, nennen Zentralasien, Kasachstan oder China als Herkunft der Pflanze (Wikipedia, Zamnesia).

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Ein klassischer Fall von „beide haben recht", würde ich sagen, jedenfalls bis zu dem Punkt, an dem ich gestern schlafen gegangen bin.

Ich habe von der Sonneneinstrahlung gesprochen, und die wirkt sich auf Blüten und Harzproduktion aus.

Im Eingangsbeitrag ging es aber um Temperaturen. Draußen hängen Temperatur und Sonneneinstrahlung zwar zusammen, haben die Diskussion hier aber in eine falsche Richtung gelenkt.

Cannabis hat natürlich eine optimale Temperatur, und alles über 30 °C wirkt sich wohl eher schädlich auf das Wachstum aus.

Ich bin da ganz bei dem Kollegen oben und traue der Pflanze zu, auch mit höheren Temperaturen umzugehen, bevor es ihrer Gesundheit schadet.

Perfektion ist draußen sowieso eher Wunschdenken und liegt nicht in unserer Hand. Man könnte natürlich Schattiernetze aufziehen, mir wäre das persönlich aber zu viel Aufwand.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Ich hatte vor einigen Wochen mal diese Tabelle gepostet, die passt jetzt auch wieder gut:

Temperatur (°C) Wachstumsrate (% des Optimums) Erklärung

0-6 °C 0 % Kein Wachstum (Kältestress, Zellschäden).

8 °C 5 % Extrem langsames Wachstum (Stoffwechsel fast eingefroren).

10 °C 10 % Kaum Aktivität, die Wurzeln nehmen fast keine Nährstoffe auf.

12 °C 20 % Langsames Wachstum, aber erste sichtbare Blattbildung.

14 °C 40 % Mittlere Aktivität, die vegetative Phase beginnt.

16 °C 60 % Stabiler Stoffwechsel, aber nicht optimal.

18 °C 80 % Gutes Wachstum, aber noch nicht im Idealbereich.

20-28 °C 90-100 % Optimalbereich: maximale Photosynthese, schnelle Blatt- und Stielbildung.

28 °C 95 % Leichte Hitzebelastung bei schlechter Belüftung, aber immer noch ertragreich.

30 °C 70-80 % Hitzestress: Das Wachstum wird langsamer, die Transpiration steigt deutlich.

32 °C+ <50 % Starke Schäden (Blattrollen, Nährstoffblockaden, erhöhtes Schädlingsrisiko).

Wie wissenschaftlich das Ganze ist, will ich nicht garantieren.

Aber über 28 °C bringt der Pflanze wahrscheinlich keinen Zugewinn, sondern eher Nachteile.

Meine Pflanzen im Gewächshaus haben allerdings auch häufiger über 30 °C, wenn die Sonne knallt. Sie stecken das gut weg, Schäden erkenne ich in der Richtung keine. Man muss ja auch bedenken, dass die Temperaturen nur für eine kürzere Zeit so hoch liegen, vielleicht sechs Stunden am Tag. Abends hat die Pflanze wieder die Möglichkeit, abzukühlen.

Entscheidend ist dabei, ausreichend zu gießen. Bei solcher Hitze lieber mehr als zu wenig. Staunässe ist dabei praktisch ausgeschlossen, und selbst wenn etwas im Untersetzer landet, verdunstet es schnell.

Bei meinem Mini-Grow mit den 500-ml-Behältern, der gerade noch läuft, muss ich derzeit zweimal täglich gießen, bis es in den Untersetzer läuft. Über 30 °C ist das Wasser innerhalb von acht Stunden weg. Das meiste verdunstet vermutlich, aber die Pflanzen brauchen auch einen großen Teil für ihre Transpiration, die bei der Hitze deutlich höher ausfällt.

Meine Tipps bei Temperaturen über 30 °C:

• Am besten morgens direkt viel gießen, bis die Erde gesättigt ist und etwas Wasser im Untersetzer steht. • Bei kleinen Töpfen und größeren Pflanzen am Nachmittag noch einmal nachgießen. • Staunässe ist bei diesen Temperaturen so gut wie ausgeschlossen. • Die Pflanzen möglichst zwischen 10 und 18 Uhr an einen schattigen Platz stellen. • Etwas Wind hilft ebenfalls. Also darauf achten, dass die Luft am gewählten Platz gut zirkulieren kann.

Grundsätzlich halten die Pflanzen um die 30 °C schon gut aus, solange es nicht über Wochen so heiß bleibt und es abends abkühlt. Wie schon gesagt: Cannabispflanzen kennen heißes Klima. Sativa-dominante Sorten kommen sogar noch etwas besser damit zurecht.

Solange sie genug Wasser bekommen, gehen sie nicht ein, selbst bei 40 °C über kürzere Zeiträume.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Guten Morgen in die Runde,

ich habe den Pflanzen bei der Hitze jetzt einfach ein schattigeres Plätzchen gegeben, das ist das Einzige, was ich beim Grow draußen ein wenig steuern kann. Auch wenn sie einige Stunden am Tag direkt in der Sonne stehen, machen sie das offenbar gut mit.

Eine Pflanze ist drei Tage älter und hängt größenmäßig trotzdem etwas hinterher. Vielleicht liegt es daran, dass ich die kleinere von Anfang an gedüngt habe. Die größere habe ich nur gegossen.

Ich hätte auch noch eine Frage zu CalMag:

Welches der Mittel von HESI ist dafür geeignet: TNT Complex, Grow Dünger, Super Vit oder Power Zyme?

Im Internet finde ich dazu leider überhaupt nichts, vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen?

Grüße

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Wenn keine Sonne da ist, bekommen sie von dieser Baustellenlampe gerade ein wenig Licht. 120 W, 13500 lm (max.), 5000 K Farbtemperatur.

(up.picr.de/49794261gx.jpg)

[Bild nicht übernommen]

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Brauchst du den Baustrahler wirklich?

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Keine Ahnung. Er steht sowieso in der Garage, da dachte ich mir, ich schalte ihn einfach an. Siehst du das anders, bringt das überhaupt etwas oder sogar Nachteile?

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell
Denkt bitte daran, dass sich Beiträge eine Stunde lang bearbeiten lassen.

In einem Gespräch mit Frage und Antwort?

Ich kenne Foren, in denen die Bearbeitungsfunktion abgeschaltet wird, sobald eine Antwort da ist.

Wie kommst du eigentlich auf Kalifornien (??) und Sri Lanka beziehungsweise Südindien?

Sri Lanka und Indien kenne ich, und dort wird Cannabis angebaut. Kalifornien war eine Vermutung.

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Für mich sehen deine Substrate etwas verschieden aus: gröber bei der Älteren, feiner bei der Jüngeren.

Eigentlich sollte es dasselbe sein, oder? Falls nicht, würde das die Wachstumsunterschiede natürlich erklären.

Die Baustellenlampe kannst du dir im Sommer eigentlich sparen, weil keine künstliche Lichtquelle mehr Licht bringt als die Sonne (glaube ich jedenfalls).

Warum stehen die Pflanzen überhaupt in der Garage?

Beim Schatten hatte ich eher an einen Baum gedacht als an Betondunkel.

Ich hätte auch noch eine Frage zu CalMag: Welches der Mittel von HESI ist dafür geeignet: TNT Complex, Grow Dünger, Super Vit oder Power Zyme?

Hesi hat dafür offenbar kein eigenes Produkt.

Schau auch mal in das Thema zur Anwendung von Düngern. Viel zu düngen ist durchaus nicht harmlos, und mit mehr Dünger wachsen die Pflanzen auch nicht schneller.

Sehr stark vereinfacht holt sich die Pflanze die Nährstoffkonzentration über das Wasser selbst aus dem Substrat. Zu wenig zeigt sie dir an, zu viel zeigt sie dir ebenfalls an, das bringt sie aber viel schneller um, weil du kaum gegensteuern kannst.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Aktuell dürften die Tage lang und hell genug sein, sodass eine kurze Zusatzbeleuchtung morgens oder abends nicht nötig, vielleicht sogar schädlich ist. Auch bei bewölktem Wetter würde ich mir das Licht sparen. Draußen sollte es auch dann hell genug sein.

Die Sache mit der Lampe würde ich höchstens nutzen, um eine Pflanze drinnen vorzuziehen, damit sie kräftig genug zur passenden Jahreszeit nach draußen kann.

Photoperiodische Sorten brauchen außerdem ihre Dunkelphase von etwa sechs Stunden, sonst können sie zwittern. Bei Dauerbeleuchtung über mehrere Tage können sie sogar eingehen. Cannabispflanzen, gerade photoperiodische Sorten, haben ihren festen Rhythmus und brauchen die dunkle Zeit.

Das musst du auf jeden Fall im Blick behalten. Wenn du es also trotzdem so machst (was meiner Meinung nach nicht nötig ist), dann halte auf jeden Fall die Tageslängen ein.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ich habe sie nur in die Garage gestellt, weil es stark geregnet und gestürmt hat. Ich wollte nicht, dass sie Schaden nehmen.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ach ja, beim Substrat habe ich tatsächlich einen Fehler gemacht. Die kleinere habe ich in einem Anzuchttopf hochgezogen, und zwar direkt in der Erde, in der sie jetzt auch noch sitzt - also keine spezielle Anzuchterde, sondern gleich die Bio-Hanferde von Muddis.

Drei Tage später habe ich den zweiten Samen keimen lassen und ihn, nachdem ich mich etwas eingelesen hatte, erst in Anzuchterde und später in die Bio-Hanferde von Muddis gesetzt.

Vielleicht wächst die deshalb besser, und auch das Substrat sieht dadurch etwas anders aus.

Die jetzt größere war in der Anzuchterde auch deutlich besser durchwurzelt als die andere.

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell
Die jetzt größere war in der Anzuchterde auch deutlich besser durchwurzelt als die andere.

Genau das ist mit ein Sinn von Anzuchterde. Wenige Nährstoffe sollen dazu führen, dass die Pflanze mehr Wurzeln bildet, um sich neue Quellen zu suchen.

Stehen jetzt beide im gleichen Substrat?

Das ist für die Nährstoffversorgung wichtig.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ja, beide stehen in derselben Erde. Muss ich bei der, die nicht in Anzuchterde gestartet ist, irgendetwas beachten?

Zum Thema Anzuchterde war ich damals leider noch nicht so schlau, drei Tage später dann schon. 😅

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Nein, erst einmal nicht.

Sie werden sich leicht unterschiedlich entwickeln, aber das siehst du ja jetzt schon an den verschiedenen Größen und der unterschiedlichen Bewurzelung.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Das hängt davon ab, ob du eine etwas buschigere Pflanze möchtest. Das ist beim Toppen letztlich Geschmackssache.

Weil du wahrscheinlich eine photoperiodische Sorte hast, kann Toppen durchaus sinnvoll sein.

Ohne Toppen schafft sie garantiert ihre 1,5 bis 2 Meter, sofern die Nährstoffversorgung passt.

Die Pflanze sieht weiter gesund aus. Die Blattfarbe ist optimal, und von auffälligem Schädlingsbefall ist bisher nichts zu sehen.

Die winzigen Pünktchen unten sind mir aufgefallen, aber die sind minimal. Solange sie nicht zunehmen und sich nicht auch oben ausbreiten, ist alles gut.

Sollte das mehr werden, empfehle ich Neemöl.


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