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Erster eigener Grow draußen mit Strawberry Tart

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Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Ich finde, das sieht gut aus. Mit Nährstoffen scheinen sie gut versorgt zu sein, momentan vor allem mit Stickstoff.

Die alten Fraßstellen der Spinnmilben verschwinden allerdings nicht mehr. Du musst genau beobachten, ob neue dazukommen.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Die Pflanzen wirken weiterhin ideal versorgt.

Jetzt, wo die Tage kürzer werden, musst du das Licht in der Garage bald ebenfalls zurückfahren, sonst bringst du deine Pflanzen durcheinander.

Mitte August würde ich die Lampe auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit umstellen. Du könntest aber auch jetzt schon 14 Stunden Licht und 10 Stunden Dunkelheit fahren, damit der Unterschied zu draußen nicht so groß ist.

Rund um den 10.08. sollten die Pflanzen draußen langsam in die Blüte gehen. Ist die Sorte eher Sativa-dominant, kann es auch ein bis zwei Wochen später losgehen.

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Die sehen super aus.

Wie kommst du eigentlich auf den 10.08.?

Das Herbstäquinoktium ist doch erst am 22.09.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell
Wie kommst du eigentlich auf den 10.08.? Das Herbstäquinoktium ist doch erst am 22.09.

Im Schnitt beginnt die Blütephase in Deutschland etwa Mitte August, zwischen Nord und Süd gibt es kleine Unterschiede. Die Tageslichtdauer liegt dann bei rund 14,5 Stunden. Bei Indicas geht es etwa eine Woche früher los, bei Sativas ein bis zwei Wochen später.

Indoor stellt man auf 12 Stunden Licht, um die Blüte direkt und schnell anzuschieben. Draußen setzt sie je nach Sorte zwischen 14,5 und 14 Stunden ein.

Sobald die Blüte läuft und die Pflanzen in die Garage geholt werden, sollte die Lichtdauer nicht länger sein als draußen. Mitte August würde ich deshalb einfach auf die sicheren 12/12 gehen.

Der 10.08. war ein Richtwert, ab dann kann man langsam schauen, ob die ersten Blütenfäden zu sehen sind.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Danke für die Antworten.

Die Garage ist bei mir nur die Notlösung, weil es immer wieder wie aus Eimern schüttet. Ich habe Angst, dass sie das draußen nicht überstehen.

Ab Mittwoch soll es wieder 25 bis 30 Grad geben und länger so bleiben. Dann kommen sie wieder raus.

In der Garage liegt die Luftfeuchtigkeit momentan zwischen 50 und 80 % bei Tiefstwerten von 13 Grad. Möglicherweise hilft es auch, dass meine Garage an beiden Stirnseiten offen belüftet ist, einmal über das Garagentor und einmal über die Tür. Ein leichter Durchzug ist immer da.

Die Pflanzen bekommen einmal pro Woche Hesi Growdünger, Hesi Wurzelkomplex und einen Tropfen Superfit auf 4 l Wasser, ansonsten nur normales Wasser mit einem pH-Wert um 6,0.

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Geben die Spinnmilben inzwischen Ruhe?

Von den Nährstoffen her sehen sie gut aus, ich frage mich nur, ob die Blätter hellere Verfärbungen entlang der Adern haben.

An Tag 65 wirkt der Austrieb oben etwas merkwürdig. Sorgen musst du dir aber keine machen.

Warte mal ab, was der Kollege dazu sagt.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ja, seit ich alle drei Tage mit Neemöl sprühe, ist es besser geworden.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Aus meiner Sicht ist alles in Ordnung.

Außerdem sieht es nach der sogenannten Vorblüte aus. Dass an den Verzweigungen verstärkt kleine Blätter entstehen, deutet auf den Blütenbeginn hin. Bei der größeren erkennt man das besonders gut.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Soll ich beim nächsten Düngen schon auf Blütedünger wechseln oder noch beim Growdünger bleiben?

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Eigentlich wechselt man ja nicht von einem Tag auf den anderen auf Blütedünger. Manche machen das so, optimal ist es aber nicht.

Im Übergang zur Blüte ist ein ausgewogenes N-P-K-Verhältnis am besten, und je weiter die Blüte fortschreitet, desto weniger N und desto mehr P und K.

Ich würde daraus keine Wissenschaft machen. Wenn du ab jetzt für zwei Wochen halb Wachstums- und halb Blütedünger gibst und danach ganz auf Blütedünger umstellst, ist das eine gute Lösung.

Mische den Dünger aber erst im Gießwasser zusammen und schütte ihn nicht vorher hochkonzentriert zusammen.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Alles klar, dann mache ich das so: 50/50 Grow- und Blütedünger.

Den Dünger mische ich immer in einer 5-Liter-Gießkanne an.

Das Wetter ist gerade wirklich genial, und ich hoffe, sie legen noch einmal nach, denn groß sind sie ja nicht. Nachts lasse ich sie momentan auch draußen.

Muss ich sie eigentlich irgendwie beschneiden oder entlauben?

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell
Das Wetter ist gerade wirklich genial, und ich hoffe, sie legen noch einmal nach, denn groß sind sie ja nicht. Nachts lasse ich sie momentan auch draußen.

Mach dir keine Sorgen, die legen noch rund 60 % an Höhe zu. Kurz vor der Blüte und am Blütenanfang gibt die Pflanze noch einmal richtig Gas, damit die Seitentriebe ans Licht kommen. Auch der Haupttrieb wird noch deutlich länger, das ist der sogenannte Blütestretch.

Muss ich sie eigentlich irgendwie beschneiden oder entlauben?

Dafür ist es noch zu früh, ich mache das etwa in der Mitte der Blüte. In vier bis fünf Wochen kannst du also darüber nachdenken, aber wir erinnern dich schon daran, wenn es Zeit ist.

Dann geht es darum, Blüten freizulegen, die von Blättern verdeckt werden. Und wenn man Sonnensegel hat, die später richtig gelb oder vertrocknet sind, können die ebenfalls weg. Denn gerade später, in der fortgeschrittenen Blüte, dienen die großen Blätter als Nährstoffreserve und werden von der Pflanze gerne für die Blüten leergesaugt. Die Blätter haben also durchaus einen Sinn und sollten so lange wie möglich dranbleiben.

Indoor sieht das eventuell anders aus, weil der Platz begrenzt ist und das Licht immer nur von oben kommt. Mit dem sogenannten Lollipopping und dem Beschneiden von Blättern will man dort erreichen, dass nur die Äste genutzt werden, die überhaupt eine Chance aufs Licht haben, und dass das Licht durch die Pflanze hindurch weiter nach unten kommt.

Weil du draußen anbaust, dreht sich die Erde und die Sonne wandert zumindest teilweise um deine Pflanze herum. Außerdem kann sich die Pflanze bei dir frei entwickeln, ohne dass eine Zeltwand im Weg ist. Lollipopping und das zu frühe Entfernen von Blättern fallen draußen damit in der Regel weg. Durch Herunterbinden und Auseinanderziehen bekommt man das draußen gut hin, sodass genug Licht an alle Teile der Pflanze kommt.

Draußen gilt also:

• Blätter so lange wie möglich dranlassen • Komplett gelbe oder vertrocknete Blätter können weg • Ab der mittleren Blüte nur die Blätter entfernen, die direkt die Blüten verdecken

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Guten Morgen in die Runde.

Weil der Hersteller für meine Pflanzen eine Blütephase von 9 bis 10 Wochen angibt, habe ich die Befürchtung, dass der Sommer dafür nicht reicht.

Was sagen die Experten hier dazu?

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Das ist bei photoperiodischen Pflanzen in Deutschland leider ein Risiko, das man nicht unterschätzen darf.

Der Herbst ist oft feucht und kalt, und das begünstigt Schimmel.

Dazu verlangsamt die geringere Lichtintensität die Reifung, es dauert also länger, und je nach Wetter landest du am Ende womöglich bei 11 oder 12 Wochen.

Eine Lösung ist eine frühere Ernte. Dann bekommst du nicht das ganze Spektrum der Pflanze und auch nicht die volle Stärke, hast aber bei guter Trocknung trotzdem etwas Rauchbares.

Die Menge fällt ebenfalls geringer aus als bei einer voll ausgereiften Pflanze.

Ich habe für meine Pflanzen Zwiebelschalen gesammelt und sie in meine Düngerjauche gegeben. Das soll gegen Schimmel helfen.

Es gibt auch professionelle Mittel, die man vorbeugend als Spray gegen Schimmel aufbringen kann.

Ich habe mich gegen solche Mittel entschieden, weil die Ernte draußen groß genug sein sollte, um auch mal drei oder vier verschimmelte Buds wegschneiden zu können.

Du kannst natürlich auch entscheiden, die letzten Wochen der Blüte unter Kunstlicht in deiner Garage zu fahren.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Ja, unsere Klimazone in Deutschland ist für photoperiodische Sorten nicht ideal.

Ich empfehle für den Anbau draußen in Deutschland deshalb nur noch Autoflower. Inzwischen sind die so gut gezüchtet, dass sie je nach Sorte um die 15 bis 28 % THC erreichen, bei ebenfalls sehr gutem, aromatischem Terpenprofil.

Vor 10 bis 15 Jahren war das noch völlig anders. Damals gab es nur wenige Autoflower-Sorten, und die hatten teils 50 % Ruderalisanteil. Entsprechend lag der THC-Gehalt nur bei der Hälfte. Die Sorten waren früher ohnehin schwächer, und die ersten Autoflower hatten oft nur 5 bis 8 % THC.

Heute sind moderne Autoflower, wenn sie in Deutschland bei gutem Wetter komplett ausreifen, oft sogar stärker als photoperiodische Sorten aus dem Anbau draußen. Das liegt daran, dass sie vollständig fertig werden und in ihrer Blütephase das gute Wetter mitnehmen.

Wer viel raucht, kann auch problemlos zwei Ernten hintereinander fahren: einmal Anfang Mai angebaut und dann noch einmal Mitte bis Ende Juli, und bleibt mit den drei Pflanzen im legalen Rahmen.

Das Schimmelrisiko bei photoperiodischen Sorten und die vielen Kompromisse im regnerischen Herbst kann man sich so eben sparen.

Überleg dir das fürs nächste Jahr. Wenn der Herbst nicht zu kalt und nass wird, kann es mit einer photoperiodischen Sorte aber auch gut hinhauen.

Für dich hoffe ich es natürlich. Im Moment ist das Wetter ja wieder gut. Solange es nachts nicht in den Minusbereich geht und tagsüber über 12 Grad hat, passiert beim Wachstum auch weiterhin etwas.

Wir unterstützen dich gemeinsam und schauen, wie weit wir deine Pflanze reifen lassen können.

Du hast ja außerdem noch deine Garage mit der LED-Lampe, und die könnte bei regnerischem Wetter während der Blüte sehr wichtig werden. Damit könnte es tatsächlich klappen, dem Schimmel auszuweichen.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Danke für die Antwort. Ich hatte mich vorher leider überhaupt nicht damit beschäftigt und einfach Samen bestellt. Beim nächsten Mal nehme ich automatisierte Samen.

Heute habe ich etwas Blühdünger und Blühkomplex ins Gießwasser gegeben.

Mein Gefühl ist, dass sie in den letzten ein bis zwei Tagen schon leicht zugelegt hat.


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