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Mein Setup für drei Autos: Licht, Erde und Topfgröße

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Gekauft habe ich drei Setzlinge Mimosa x Orange Punch auto bei hhcfriends, für rund 55 €. Die drei Werktage Lieferzeit wurden leicht gerissen, und einer der Setzlinge kam mit einem Schaden an der Basis an – den Rückstand in der Entwicklung hat er nie mehr aufgeholt.

• Growroom Speicher, Nordwestwest: H 125 – 175 cm / B 80 cm / T 80 cm

Sommerquartier: Nordostost, H 130 – 185 cm / B 100 cm / T 150 cm

• Licht:

Sonnenbank nachmittags und abends – ausgenommen Winter, Spätherbst, Frühsommer und bewölkte Tage

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Sie hängt auf 50 cm Höhe und läuft mit 60 % Leistung. Eine Zeit lang hatte ich sie auf 40 cm bei 80 – 100 %, das gab zwischendurch Hitze- oder Lichtbrand: vier bis fünf große obere Fächerblätter der beiden größeren Pflanzen sind dabei draufgegangen.

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Damit bin ich bei der dritten Billiglampe zwischen 30 € und 55 €, die ich wohl wieder zurückschicke: Anders als Käufer und der Kundenservice (Amazon) behaupten, lässt sich keine Zeitschaltuhr davorschalten. Liegt der Strom wieder an, gehen die Lampen nicht von allein an oder sie springen beim Farbspektrum in einen anderen Modus.

• Was meint ihr?

• Belüftung: gar keine. Ich öffne das Growzelt, wenn es nötig ist, und fächere mit einem Stöffchen kalte Luft hinein – dafür muss ich aber da sein …

Heizmatte für mindestens 20 Grad Celsius, wenn es gebraucht wird (18 Grad als Minimum lässt sich leider nicht einstellen)

• Erde: Terracult Royal Mix

In die Terracult-Erde habe ich zusätzlich etwa 7 % Perlit gemischt.

Vergleiche ich die Nährstoffwerte mit der Finest Garden Anzuchterde (Norma), liegen die ziemlich dicht beieinander. Nur den geringeren Stickstoffanteil der Anzuchterde müsste man mit Stickstoffdünger ausgleichen. Damit fällt der Preis pro Liter Erde von 34 auf 12 Cent!!! Manche Billigerden haben sogar noch mehr Nährstoffe drin … Warum greifen Grower da offenbar nicht zu, obwohl Cannabis doch hohe Werte braucht? Und warum hat die spezielle Hanf-Terracult-Erde keine höheren Nährstoffwerte und trotzdem gute bis sehr gute Bewertungen im Netz???

• Was meint ihr?

Einmal gegeben habe ich bisher Mineralstoffdünger mit NPK usw., allerdings ohne Eisen, Calzium und Schwefel, dazu Essig als PH-Senker, Jointasche für den Schwefel (Vorsicht, hebt den PH-Wert), gevapten Gras und gemahlene Eierschalen.

• Wasser: Norma Surf Mineralwasser medium, abgestanden, bei Ökotest mit gut bewertet

Der PH-Wert des Mineralwassers ist mir etwas zu hoch – zum Messen habe ich nur PH-Teststreifen. Die Erde liegt mit 5,6 aber niedrig, und bei Bedarf senke ich mit einem Schuss Essig nach.

Gewässert wird ein- bis zweimal pro Woche mit 750 ml bis 1500 ml je Pflanze.

• Töpfe

15 Liter / 14 Liter / 7 Liter (der kleine für den beschädigten Setzling …)

Unten eine niedrige Kiesdrainage mit 1,5 – 3,5 mm Korngröße

Drei erfahrene Grower haben mir eher 11 Liter empfohlen, bei meinem ersten Grow waren die aber komplett durchwurzelt.

Außerdem habe ich einige Zentimeter Erdhöhe im Topf verloren, weil die Erde nach dem Wässern zusammensackt. Beim Umtopfen habe ich höher eingesetzt, das hat es abgemildert, aber nicht beseitigt. Vielleicht die Erde schon Wochen vor dem Umtopfen vorwässern?

• Was meint ihr?

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell
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Die Lampe klingt an sich gut. Kann sein, dass die zusätzlichen Linsen das Licht stärker bündeln und es deshalb zum Lichtbrand kam.

Belüftung: gar keine. Ich öffne das Growzelt, wenn es nötig ist, und fächere mit einem Stöffchen kalte Luft hinein – dafür muss ich aber da sein …

Einen indirekt blasenden Lüfter würde ich auf jeden Fall einsetzen, der kräftigt die Stämme und verhindert, dass die Luft steht. In der Blüte ist das gegen Schimmel wichtig, im Wachstum bekommst du damit stabilere Pflanzen.

Manche Billigerden haben sogar noch mehr Nährstoffe drin … Warum greifen Grower da offenbar nicht zu, obwohl Cannabis doch hohe Werte braucht? Und warum hat die spezielle Hanf-Terracult-Erde keine höheren Nährstoffwerte und trotzdem gute bis sehr gute Bewertungen im Netz???

Mein Verdacht: Die meisten wollen ihr Düngeschema selbst steuern und nehmen deshalb lieber Erde mit wenig Nährstoffen. Stark vorgedüngte Erde kann außerdem einen Nährstoffbrand auslösen. Zu wenig ist meist besser als sofort zu viel – lieber später nachdüngen, als hinterher spülen zu müssen.

Mineralstoffdünger mit NPK usw. (allerdings ohne Eisen, Calzium und Schwefel) habe ich erst einmal gegeben, dazu Essig als PH-Senker, Jointasche für den Schwefel (Vorsicht, hebt den PH-Wert), gevapten Gras und gemahlene Eierschalen.

Mit der Jointasche klingt das schon recht exotisch. Indoor würde ich eher einen Wachstums- und einen Blütedünger nehmen, zum Beispiel von Hesi oder BioBizz.

Wasser: Norma Surf Mineralwasser medium, abgestanden, bei Ökotest mit gut bewertet

Kann man so machen. Leitungswasser mit einem Schuss CalMag und ganz wenig PH-Down würde es aber genauso tun und ist langfristig billiger. Das Mineralwasser würde ich selber trinken.

Töpfe: 15 Liter / 14 Liter / 7 Liter (der kleine für den beschädigten Setzling …)

Große Töpfe sind grundsätzlich die bessere Wahl, weil daraus tendenziell auch eine größere Pflanze wird. Beim Gießen muss man dann nur aufpassen, dass sich keine Staunässe bildet. In kleinen Töpfen ist das Wasser schneller weg und verdunstet auch rascher. Setzt man kleine Pflanzen in riesige Töpfe, ist Staunässe häufig ein Thema – darum empfehlen viele Töpfe, die etwa zur Pflanzengröße passen. Weil man Autoflower nicht stressen sollte, ist der passende Endtopf von Anfang an oder höchstens ein einziges Umtopfen in einen größeren Topf sinnvoll.

Unten eine niedrige Kiesdrainage mit 1,5 – 3,5 mm Korngröße

Gegen eine Drainage ist nichts zu sagen, gerade bei Blumentöpfen, die nur unten Löcher haben – so läuft das Wasser unten gut ab und es kommt mehr Sauerstoff ran. Alternativ nimmt man Blumentöpfe mit Löchern an der Seite oder Stofftöpfe, da braucht es die Drainage kaum.

Außerdem habe ich einige Zentimeter Erdhöhe im Topf verloren, weil die Erde nach dem Wässern zusammensackt. Beim Umtopfen habe ich höher eingesetzt, das hat es abgemildert, aber nicht beseitigt. Vielleicht die Erde schon Wochen vor dem Umtopfen vorwässern?

Das passiert leider immer. Festdrücken sollte man die Erde aber auch nicht, denn locker ist sie besser für die Wurzelbildung. Ich fülle die Töpfe einfach fast bis an den Rand und finde es in Ordnung, wenn dann noch 3 – 4 cm absacken.

Man kann die Erde auch später noch nachfüllen, solange die Keimblätter nicht ganz unten sitzen. Sämlinge spargeln am Anfang ja ohnehin ein wenig, dann gehen noch 2 cm Erde obendrauf.

Es gibt viele Wege zum Ziel, und dein geplantes Setup wirkt durchdacht. Feste Empfehlungen, was du nehmen musst, kann ich dir auch nicht geben. Da hat jeder seinen eigenen Spielraum – nimm die Methoden, die dir am meisten zusagen.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Holst du die Pflanzen jeden Abend von draußen ins Growzelt und stellst sie morgens wieder raus, damit die Nordlage ausgeglichen wird?

Was "Sonnenbank" hier bedeuten soll, ist mir nicht klar.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Danke für die ausführliche Rückmeldung oben.

Zur Frage: Nein, das Sommerquartier ist nur für die heißen Monate vorgesehen, normalerweise stehen die Pflanzen unterm Dach auf der Nordwestseite. Nur wenn nachmittags und abends die Sonne kommt und es im Schatten 18 Grad hat, stelle ich sie bei offenem Fenster auf die Fensterbank – wegen natürlichem Sonnenlicht, Wind und Stromsparen 🙂

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Auf der Nordwestseite wird es mit Sonne schon eng, selbst wenn sie scheint. Ich denke aber, dass das normale, ungefilterte Tageslicht nach spätestens vier Wochen ausreicht. (Denken ist nicht Wissen.)

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Nach Sonnenuntergang bekommen die Pflanzen im Growzelt Licht bis zum Morgen: von 15 bis 20 Uhr Sonne, von 20 bis 10 Uhr Growzelt. Ich wohne auf einem Hügel im zweiten Stock, Sonne gibt es da genug.

Für Outdoor in den mittleren Breiten ist es bei Cannabis bestenfalls in den Sommermonaten ideal.


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