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Outdoor-Saison 2025: vier Sorten im Garten

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Moin zusammen,

am 07.02.2025 habe ich insgesamt 4 Samen in 3 Gläser mit Wasser gelegt. Folgende Sorten waren dabei: LSD - Barneys Farm

Ayahuasca Purple - Barneys Farm

Durban Poison - Dutch Passion

Auf Barneys Farm gestoßen bin ich seinerzeit über einen Anbau von Chronik Thunder. Ein Rest dieser Ernte liegt bis heute luftdicht verschlossen in meinem Schrank. Der Geruch geht leicht ins Zitronige und die Wirkung ist ein sanftes, fokussierendes High. Die LSD kenne ich bisher nicht, die Ayahuasca Purple lag als Werbegeschenk mit dabei. Spoiler: Gekeimt ist sie, kurz danach aber verkümmert. Fotos zum Diskutieren gibt es davon leider nicht, dafür hier schon mal das qualitativ schlechteste Bild des Abends, eben erst geschossen.

(up.picr.de/49632405mw.jpg)

LSD und DP sind beide zuverlässig gekeimt und gewachsen. Am Anfang bekamen sie nur Kunstlicht, und auch davon wenig. Nach Hersteller und Wattzahl fragt bitte nicht, es war eine billige Lampe mit E27-Fassung, über die sich kein Wort lohnt. Eine 200W-Lampe für genau diesen Einsatz hätte ich noch hier, aber die Kosten wollte ich mir sparen, weil sowieso ein Outdoor Grow geplant war. Warum so früh und nicht später? Ich habe mir 25-Liter-Stofftöpfe besorgt und will die Legalisierung nutzen, um mal richtig große Pflanzen zu ziehen.

Im April standen die Pflänzchen tagsüber schon draußen. Sonnig war es, aber eben auch noch sehr kalt. Das Wachstum sah entsprechend aus, und abends habe ich sie für ein paar Stunden hereingeholt und unter die erwähnte Lampe gestellt, damit sie wegen der kurzen Beleuchtungsdauer nicht zu früh in die Blüte gehen. Geklappt hat das leider nicht. Mitte April standen bei mir rund 10 cm hohe, blühende Cannabispflanzen. Weil ich davon ausgehe, dass die Blüte sehr viel Energie zieht, die ich lieber im Wachstum gehabt hätte, habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und sowohl die LSD als auch eine Durban Poison getoppt.

So sehen die beiden aktuell aus, nachdem ich die Zweige heruntergebunden habe.

Die LSD

Mit braunen Blatträndern. An Tomaten hätte ich da einen Kalimangel vermutet. Wie sieht ihr das?

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Die Durban Poison 1 (die Beschilderung muss ich noch tauschen)

Sie ist, soweit ich sehe, die einzige in reiner Compo Gemüse- und Tomatenerde.

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Und die nicht getoppte Durban Poison 2

(up.picr.de/49632442na.jpg)

Alle drei sind durch das kalte Wetter sehr buschig geworden, was ich als Ausgangspunkt gut finde.

Bis hierhin bin ich zufrieden, nur die Durban Poison 1 macht mir Kopfzerbrechen. Ob es spontane Randale meiner Hunde war, die Hühner oder irgendein anderer Umstand, weiß ich nicht: Zwei von 3 Zweigen sind an der Basis mehr abgebrochen als verwachsen.

(up.picr.de/49632445cm.jpg)

Ich lasse das jetzt so, die Wunden sehen mir schon zu alt aus. Entweder wächst dort noch etwas weiter, oder mir bleibt nur ein Haupttrieb und 4 Wochen Wachstum sind verloren.

Außerdem stehen bei mir noch 3 Autoflower im Garten

Saatgut ausnahmslos von Sensi Seeds

Hindu Kush

(up.picr.de/49632447mx.jpg)

Angebunden und gestützt, weil irgendwer an der Stammbasis genagt hat. Outdoorgrows bringen offensichtlich eine gewisse Unberechenbarkeit mit.

Dazu kommen noch Northern Lights 1 und 2.

(up.picr.de/49632450dn.jpg)

(up.picr.de/49632451uj.jpg)

Alle 3 stehen entwicklungsmäßig sehr ähnlich da, mit einem leichten Stickstoffmangel.

Die Erde ist bei allen Pflanzen die gleiche: 8 Teile eigener Kompost, 4 Teile Compo Gemüse- und Tomatenerde und 2 Teile Perlite.

Perlite hin oder her, der Boden verdichtet sich stark. Oben kann ich ihn auflockern, weiter unten bei den Wurzeln traue ich mich nicht heran. Gedüngt habe ich vor 3 Tagen mit Brennesseljauche, die Bilder sind von gestern.

Ausgetrocknet ist der Boden bisher nie, er bleibt sehr lange feucht. Die oberste, von mir gelockerte Schicht trocknet ab, der harte Lehmbrocken darunter bleibt aber nass. Gießen muss ich also höchst selten, auch wenn mir diesen Sommer auffällt, dass manche Pflanzen abends die Köpfe hängen lassen, obwohl der Boden noch feucht ist. Morgens stehen sie dann wieder da wie das (noch nicht) blühende Leben. Beobachten konnte ich das immerhin an Ampfer und an einer Majoranpflanze, die ich dieses Jahr gesetzt habe.

Die 3 Autoflower sind zusätzlich von der geschützten Terasse in den Garten gewandert. Auf der ummantelten Terasse war es warm, direktes Licht gab es aber erst ab etwa 13 Uhr. Das sieht man ihnen leider an.

Möglich ist, dass mein organischer Dünger einfach wärmere Temperaturen braucht, oder es fehlt tatsächlich etwas im Erdreich. Mein Plan wäre, bis zum Wochenende abzuwarten.

Dass sie im Vergleich zu den photoperiodischen Pflanzen so stark gestreckt gewachsen sind, kann daran liegen, dass sie wärmer standen. Ich hatte auch schon überlegt, ob sie in die Blüte gehen, die beiden Northern Lights sind aber nicht gleich alt. Weil die erste Runde Automatics bei der Keimung Probleme machte, habe ich einfach mehr Saatgut hinterhergeworfen. Der Plan ist, zwei Durchgänge Autoflower hintereinander durchzubringen.

Die ersten Pflanzen, Northern Lights, Hindu Kush und eine Afghani, haben ihre Samenhülle zuverlässig gesprengt, nur wollte danach kein Keimling loswachsen. Die Gläser mit Wasser standen bei mir im Schlafzimmer, Fenster nach Süden, Anfang April also relativ warm. Vermutlich hat schon das Licht das Wachstum zerstört.

Als ich sie nach einer Woche in Kokosquelltöpfe gesetzt habe, war der Missstand wohl behoben, und 2 Pflanzen haben es geschafft.

Den zweiten Keimversuch mit Autoflower habe ich mit einer Northern Lights und wieder einer Afghani gemacht. Diesmal standen die beiden dunkel bei etwa 20 °C und zur Sicherheit auf einer Heizmatte.

Die Northern Lights seht ihr oben. Die Afghani hat ihren Kopf gezeigt, behielt die Samenkapsel aber auf den Keimblättern. Das habe ich eine Weile beobachtet, und als sich nichts mehr tat, habe ich versucht, die Kapsel abzunehmen. Das ist mir gelungen, zusammen mit dem größten Teil der Keimblätter. Nach kurzem Martyrium ist die Afghani dann eingegangen, damit war zu rechnen.

Falls die Autoflower in die Blüte gehen, stehen hier noch je eine Flasche Hesi Phosphor Plus und Hesi Blütedünger. Gießen würde ich weiter mit Brennnessel- oder Beinwelljauche und zusätzlich Phosphor geben.

Ihr seht, meine Pflanzen haben es bei mir nicht besonders komfortabel. Zuversichtlich bin ich trotzdem und hoffe, ihr könnt ein paar meiner Theorien bestätigen oder eigene dazulegen.

[8 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Deine LSD wechselt gerade aus der Blüte zurück ins Wachstum, also Reveg. Bei photoperiodischen Sorten passiert das, sobald das Licht wieder lang genug ist. Erkennen kannst du es an den "komischen" Blättern ohne Zacken. Am Anfang erinnern sie eher an Basilikum, nur länger; später kommen dann aber auch wieder normale Blätter.

Einige der Pflanzen wirken etwas hell, wie du selbst schon gemerkt hast, wahrscheinlich ein noch recht milder Stickstoffmangel. Wenn du aber schon mit Brenesseljauche gegossen hast, ist das in 3-4 Tagen kein Thema mehr.

Sobald deine Pflanzen in der Blüte sind, also ab gut 2 Wochen, lass die Brenesseljauche weg. Zu viel Stickstoff treibt nur das Blattwachstum und bremst die Blüten. Brenesseljauche ist zu stickstoffdominant und passt eigentlich nur in die Wachstumsphase. Bei zu viel Stickstoff wachsen aus den Blüten unzählige kleine Blätter. Die Blüten selbst bleiben klein, und das Trimmen wird zur Qual.

In der Blüte müssen Phosphor und Kalium klar überwiegen, also etwa 20 % Stickstoff, 40 % Kalium und 40 % Phosphor über die ersten 4-6 Wochen. Zum Ende hin, in den letzten 2 Wochen ungefähr, streichen die meisten den Stickstoff sogar ganz. Wer mineralisch düngt, sollte eine Woche vor der Ernte aufhören, damit das Aroma stimmt und keine Rückstände bleiben.

Ich drücke die Daumen, dass die photoperiodischen bei gutem Wetter ohne Schimmel fertig werden. Immerhin hast du mit LSD und Durban Poison Sorten erwischt, die einigermaßen schimmelresistent sind und keine endlos lange Blütedauer haben. Trotzdem tippe ich auf einen Erntezeitpunkt irgendwo zwischen dem 20. September und Anfang November. Für diese Sorten ist das in unserer Klimazone realistisch.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Vielen Dank für deine Rückmeldung.

Die Sorten habe ich tatsächlich alle danach ausgesucht, dass sie in dieses Klima passen. Schimmel kann ein dickes Problem werden, und ich weiß noch nicht, wie ich das in den Griff bekomme.

Ein Gewächshaus habe ich, allerdings ist mir dort letztes Jahr eine Automatic mit vollen Buds verschimmelt. Die Luftfeuchtigkeit dürfte dieses Jahr aber besser ausfallen. Zumindest legt die Vergangenheit das nahe, und mehr habe ich nicht in der Hand.

Sobald deine Pflanzen in der Blüte sind, also ab gut 2 Wochen, lass die Brenesseljauche weg. Zu viel Stickstoff treibt nur das Blattwachstum und bremst die Blüten. Brenesseljauche ist zu stickstoffdominant und passt eigentlich nur in die Wachstumsphase. Bei zu viel Stickstoff wachsen aus den Blüten unzählige kleine Blätter. Die Blüten selbst bleiben klein, und das Trimmen wird zur Qual.

Als Erntetermin für die Northern Lights nennt Canna Connection die KW 24 (From Seed to Harvest 9 Weeks), bei der Hindu Kush sogar KW 22.

Das halte ich für unwahrscheinlich. Der Hersteller gibt bei der Hindu Kush eine minimale Blütedauer von 6,5 Wochen an. Bei meinen Indoor Grows habe ich die Pflanzen immer nach erreichtem Wuchs in die Blüte geschickt und nicht stur nach Wochen.

Zeitlich bin ich hier also komplett raus. Nehme ich beide Informationen zusammen, hat die Streckung der Pflanzen wohl nichts mit dem Standortwechsel zu tun, sondern mit dem Beginn der Blüte. Nehme ich jetzt den Stickstoff heraus, bleiben mir nur kleine Zwerge zum Rauchen. Für manche wäre so etwas sicher eine Alternative.

Trimmen ist mir nicht unbedingt wichtig, und Cannabisgourmet bin ich auch keiner. Richtig gut fermentiertes Gras würde ich schon mal gerne rauchen, aber für die Masse reicht mir die Wirkung. Da darf also auch mal ein Blatt dranhängen.

Zusätzliches Phosphor würde ich morgen aber geben. Ich habe zum Glück sehr ähnliche Ruderalis, da lässt sich etwas ausprobieren.

Beide NL bekommen morgen eine Portion Hesi Blütedünger, danach kann man weiter überlegen, ob wieder Stickstoff an beide geht.

Den Dünger komplett weglassen würde ich wirklich erst in der letzten Blütewoche. Außer ich finde bis dahin einen Phosphordünger auf Pflanzenbasis, den ich selbst herstellen kann. Eier und Beinwell als Basis sind gerade im Rennen.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Bleib dran und berichte weiter,

noch ein Report über Outdoor 😀 🤣

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ein kurzes Update:

Die Hindu Kush lässt seit vorgestern Abend die Blätter hängen.

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Und hier noch Fotos der Schadstelle von gestern Vormittag. Übrig ist da nicht mehr viel.

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Ich rechne damit, dass dieser Grow mit 5 Pflanzen weitergeht. Natürlich versuche ich weiter, die Pflanze am Leben zu halten, erwarte mir davon aber nicht allzu viel.

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Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Wie kalt es bei dir war, weiß ich ja nicht, bei mir waren es höchstens 11 °C.

Zur Schadstelle:

Bei einem Baum würde die wasserleitende Schicht am unteren Stamm komplett fehlen. Bei Cannabis dürfte das ähnlich sein. 😥

Nur als Experiment:

Fülle die kaputte Stelle komplett mit sehr nasser Erde auf. Vielleicht bilden sich neue Wurzeln.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

In diese Richtung mit den Bäumen habe ich auch schon gedacht.

Dort kenne ich es so, dass man Zweige "abmoosen" kann, damit aus ihnen eine eigenständige Pflanze wird.

Auch da trennt man die äußere Rinde ab und lässt nur einen schmalen Streifen stehen, packt Moos drumherum und hält die Verdunstung möglichst klein.

Genau dieser schmale Streifen fehlt hier zwar, aber ich versuche natürlich zu retten, was zu retten ist.

Feuchtes Sphagnum Moos, Frischhaltefolie und wieder eingebuddelt. Blöd ist nur, dass mir durch die neue Wurzelbildung die Zeit fehlt, damit die Automatic überhaupt noch Ertrag bringt.

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Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell
Blöd ist nur, dass mir durch die neue Wurzelbildung die Zeit fehlt, damit die Automatic überhaupt noch Ertrag bringt.

Das Problem kennen wir Balkon-, Terassen- und Gewächshaus-Grower mit Automatic's alle.

Ich wollte noch etwas abwarten, überlege aber, dazu einen eigenen Thread aufzumachen.

(up.picr.de/49640040nb.jpg)

Mal sehen, was die beiden links auf dem Balkon gekeimten noch machen oder die getoppte rechts.

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Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Das ist die sogenannte "Umfallkrankheit", da hat ein Pilz den Stamm der Pflanze erwischt.

Die Aussichten sind bei dieser Diagnose leider schlecht. Ich will dir die Hoffnung nicht nehmen, aber realistisch liegt die Chance bei vielleicht 10 %, dass die Pflanze beim tieferen Eingraben noch neue Wurzeln bildet. Wahrscheinlich ist sie dafür aber einfach zu geschwächt.

Und weil der Pilz schon an der Pflanze sitzt, kann er sich auch weiter ausbreiten.

Ärgerlich, aber dagegen kann man nichts machen, die Natur hat manchmal auch unschöne Seiten im Gepäck.

Gut, dass du noch andere Pflanzen hast.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Zeit für ein kurzes Update

Die Northern Lights #1

(up.picr.de/49687269bo.jpg)

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Northern Lights #2

Meine Entscheidung, am 24.05. mit Brennesseljauche nachzudüngen, war ein Fehler. Die NL#1 hat deutlich weniger Dünger abbekommen, die NL#2 zeigt eine Stickstoffüberdüngung. Gegengehalten habe ich bisher mit 10 Litern Regenwasser am 30.05. und heute. In den nächsten Tagen dünge ich wieder, dann aber mit Hesi Phosphor Plus, das keinen Stickstoff enthält.

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An beiden Pflanzen habe ich Stigmen gefunden, die Blüte geht also los.

Beim Erntetermin bin ich noch unsicher. Der Hersteller nennt eine Blütedauer von 6,5 Wochen. Nach der Größe der Stigmen blühen sie schon eine Weile. Am 30.05. war noch nichts zu sehen, ich rechne also mit weiteren 6 Wochen Blüte. Das wäre etwa der 14.07., was ich hier vor allem für meine eigenen Aufzeichnungen festhalte - aber wenn ihr andere Theorien habt, gerne her damit.

Sobald deine Pflanzen in der Blüte sind, also ab gut 2 Wochen, lass die Brenesseljauche weg. Zu viel Stickstoff treibt nur das Blattwachstum und bremst die Blüten. Brenesseljauche ist zu stickstoffdominant und passt eigentlich nur in die Wachstumsphase. Bei zu viel Stickstoff wachsen aus den Blüten unzählige kleine Blätter. Die Blüten selbst bleiben klein, und das Trimmen wird zur Qual.

Weil sie im Moment sehr gut mit Stickstoff versorgt sind, halte ich das für absolut sinnvoll. Danke dafür

Zu den photoperiodischen Pflanzen:

Die habe ich stark vernachlässigt. Es hat in den letzten Tagen viel geregnet, und beim flüchtigen Blick sahen sie pummelig aus.

(up.picr.de/49687312hs.jpg)

Die Durban Passion #2 hängt deutlich hinterher. Die auffälligsten Unterschiede zwischen den beiden "Lagern" sind das Substrat und die Tatsache, dass die einen in Stofftöpfen stehen und die andere in einem Plastiktopf.

Den größeren Einfluss hat meiner Meinung nach das Substrat. Stofftöpfe werden wichtiger, je stärker das Substrat durchwurzelt ist. Gut möglich, dass der Stickstoffgehalt der Compo Tomaten- und Gemüseerde nicht hoch genug ist. Schwankungen in der Stickstoffkonzentration verschiedener Erden je nach Lagerdauer sind ja schon festgestellt worden.

Mich freut natürlich, dass mein eigener Mix mit unter anderem eigenem Kompost vorn liegt. Die Erde kam mir bisher sehr fest und schwer vor und damit schlecht belüftet.

Bei der Durban Passion#2 sind die Bruchstellen gut zugewachsen

(up.picr.de/49687370oo.jpg)

An der LSD sieht man, was eine oder 2 Wochen Vernachlässigung anrichten.

Der Draht konnte sie eben nur bis zu einem bestimmten Punkt halten, der restliche Zweig strebt stur nach oben. Ich muss mir also etwas überlegen, um die Pflanze weiter zu erziehen. Der Platz zwischen Gemüsebeet und Hecke wird auf Dauer leider zu klein, wenn ich die Zweige weiter herunterbinde, aber vielleicht ist das auch gar nicht nötig. In der Mitte sprießen munter weitere Zweige, die als Nächstes zurückgeschnitten werden müssen.

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Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Bei so kleinen Pflänzchen muss man mit dem Dünger immer vorsichtig sein.

Für mich sieht das nach einfach zu hoher Dosierung aus. Zu wenig verdünnte Brenesseljauche ist sehr scharf, das gibt Verbrennungen

Wie du die Brennesseljauche gegeben hast, weiß ich nicht, ich verdünne immer 1:20 und gebe das höchstens alle 7 Tage. Werden die Blätter zu dunkelgrün oder bläulich (leicht blaue Ränder an neueren Blättern heißt: Stickstoff ist schon reichlich da) oder zeigen sich erste Adlerkrallen beziehungsweise Verbrennungen, dann setze ich mindestens 10 Tage aus.

Ob Phosphordünger allein Sinn ergibt, weiß ich nicht. In der Wachstumsphase ist er noch nicht so relevant, wenn überhaupt in sehr kleinen Mengen. Als Ergänzung zur Brenesseljauche, die vor allem Stickstoff und etwas Kalium mitbringt, vielleicht ganz okay. Aber dann wirklich nur wenig davon.

Bis auf die DP2, die etwas hell aussieht (da könnte tatsächlich ein leichter Stickstoffmangel vorliegen), sind sie alle mehr als gut versorgt. Wenn die Pflanzen gut dastehen und dunkelgrüne Blätter haben, muss man eigentlich nichts machen.

Oft macht man mit Dünger dann mehr kaputt, als er bringt. In deiner Erde mit Kompost steckt reichlich Nährstoff, das genügt den (noch) kleinen Pflanzen.

Phosphormangel hast du auch nicht, da würden erst die Stiele violett oder rötlich und später auch die Blätter.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Du tippst also ebenfalls auf einen Stickstoffüberschuss bei der Northern Lights #2?

Verdünnt habe ich die Brennesseljauche 1-10, angelegt aber nach keinem festen Rezept. Wie viele Brennesseln auf 20 Liter Wasser gekommen sind, weiß ich nicht.

Mit dem Dünger hast du wahrscheinlich recht. Ich warte noch eine Woche ab.

Phosphormangel hast du auch nicht, da würden erst die Stiele violett oder rötlich und später auch die Blätter.

Ich schaue mal, ob es dazu schon einen Sammelthread gibt. Bilder dürften mit der Zeit genug zusammenkommen

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ein kleines Update, obwohl oder eher weil nicht viel passiert ist.

Die Pflanzen wachsen und gedeihen, bei der Northern Lights #2 sind die Symptome allerdings nicht besser geworden. Weil es auch nicht schlimmer wurde und sie weiter gewachsen ist, war ich sehr geduldig.

Zur Erinnerung: Ich bin von einer Stickstoffüberdüngung ausgegangen und habe deshalb keinen Dünger mehr gegeben.

Inzwischen glaube ich an einen Magnesiummangel.

Schaut euch die beiden Pflanzen mal im Vergleich an.

(up.picr.de/49739728us.jpg)

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Die dunklere Northern Lights #1 hat ein gleichmäßig saftiges Blattgrün, während die NL#2 gelblich verfärbt ist, nur die Blattadern nicht. Diese Verfärbung sehe ich an der ganzen Pflanze, nicht bloß bei älteren oder jüngeren Blättern. Dazu fühlen sich die Blätter "trocken" und brüchig an.

Ich habe sie eben mit einer Mischung aus Wasser und Magnesiumcitrat eingenebelt und würde den Mangel gerne über eine Blattdüngung ausgleichen.

Mischungsverhältnis: 1/2 TL Magnesiumcitrat auf 500 ml Wasser.

[2 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Ich würde die Northern Lights #2 gerne einmal komplett sehen.

Alte Blätter werden nicht wieder gesund, wenn sie einmal durch Überdüngung verbrannt sind. Im Gegenteil, die welken sogar noch nach. Man muss sich die frischen neuen Blätter ansehen, die oben nachwachsen.

Dass die NL#2 einen Magnesiummangel hat, glaube ich nicht, das sind weiter die Folgen der zu aggressiven Brennesseljauche. Vermutlich sind dabei auch Wurzeln abgestorben.

Die anderen Pflanzen in derselben Erdmischung, vor allem die "Northern Lights #1", die ja gut aussieht und im gleichen Substrat wächst, haben ja auch keinen Magnesiummangel.

Warum also sollte gerade die Northern Lights #2 im gleichen Substrat einen Magnesiummangel haben und die Northern Lights #1 nicht?

So sieht ein Magnesiummangel aus:

Das erkenne ich bei dir nicht. Bei dir sind es Verbrennungen, und dadurch sind die Blätter welk und trocken.

Waren Nährstoffe zu hoch konzentriert (bei dir mit hoher Wahrscheinlichkeit der Stickstoff durch zu viel Brennesseljauche), werden auch andere Nährstoffe schlechter aufgenommen. Das Verhältnis muss insgesamt stimmen.

Der Stickstoffüberschuss im Substrat muss erst abgebaut werden, dann wird es wieder besser. Man muss an die Ursache ran.

Wenn ich ein kaputtes Knie habe, ist die Lösung auch nicht, es weiter zu belasten und einfach starke Schmerzmittel zu nehmen, damit ich die Schmerzen nicht merke.

Deine Pflanze hat Schaden genommen, an den älteren Blättern und am Wurzelwerk. Bis die frischen Blätter wieder normal aussehen, dauert das sicher 3 Wochen.

Man sollte nicht an zu vielen "Stellschrauben" gleichzeitig drehen, sonst verliert man den Überblick und kann nichts mehr eingrenzen.

Mit weiteren Fotos von der ganzen Pflanze und den neuen frischen Blättern kann ich das besser beurteilen.

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Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Danke für deine Einschätzung.

Hier erst mal die ganze Pflanze, zusammen mit der Northern Lights#1, damit sich hoffentlich ein gutes Gesamtbild ergibt.

(up.picr.de/49741518mp.jpg)

Die Veränderung an den Blättern bekomme ich auf dem Gesamtbild leider nur schlecht rüber

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(up.picr.de/49741521bj.jpg)

(up.picr.de/49741522hg.jpg)

Der Neuaustrieb oben sieht so aus wie die älteren Blätter unten.

Seit dem letzten Update habe ich nur mit Regenwasser gegossen. Wegen des hohen Kompostanteils im Substrat mache ich mir um einen Stickstoffmangel keine Sorgen mehr. Gerade an den photoperiodischen Pflanzen sehe ich ein sattes Blattgrün.

Deiner These der Überdüngung stimme ich deshalb gerne zu. Nur: Ist das der einzige Fehler?

Du hast recht damit, dass der Stickstoffüberschuss andere Nährstoffe verdrängt.

Zur genauen Nährstoffzusammensetzung von Brennesseljauche finde ich keine Quellen, es kann also auch sein, dass ich einen anderen Überschuss habe als Stickstoff, zum Beispiel Kalium, was die Magnesiumaufnahme der Pflanzen stören würde.

[4 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Danke für die neuen Bilder.

Ja, die neuen Blätter sehen noch nicht wirklich gut aus.

Möglich ist durchaus, dass inzwischen ein leichter Magnesiummangel und eventuell weitere Mängel durch den Stickstoffüberschuss der Jauche entstanden sind. Kein "echter" Mangel, sondern einer, der entsteht, weil zu viel Stickstoff mit anderen Nährstoffen "konkurriert".

Meine Idee wäre, die Pflanze die nächsten Tage mit Mineralwasser zu gießen, am besten eines mit viel Magnesium und Kalzium (z.B. Gerolsteiner). Mineralwasser bringt einige "Mikronährstoffe" mit, die der Pflanze helfen könnten, mit dieser "Nährstoffkonkurrenz" (Antagonismus) besser zurechtzukommen. Es muss nicht zwingend nur "Magnesiummangel" sein, vielleicht fehlen auch andere Nährstoffe. Mineralwasser hat davon noch ein paar mehr, deshalb passt es gut.

Das ist eine sanfte Lösung, bei der du nichts falsch machen kannst und die der Pflanze helfen kann. In der Zwischenzeit verbraucht die Pflanze weiter den Stickstoff, und dann pendelt sich das sicher bald wieder ein, so dass du auch bald wieder alternativ mit Regenwasser gießen kannst.

Antagonismus (hydroponik-info.de/posts/ueberdungung-und-ant…) heißt in der Pflanzenernährung, dass sich zwei Nährstoffe bei der Aufnahme gegenseitig hemmen.

Ist einer der beiden in sehr hoher Konzentration vorhanden, kann er die Aufnahme des anderen Elements über die gleichen Transportwege in der Pflanze blockieren oder wenigstens reduzieren.

Die Ionen oder Moleküle geraten dadurch in eine Art Konkurrenz um die Aufnahmestellen und Transportproteine in der Pflanzenwurzel.

Selbst wenn also einer der Nährstoffe im Überschuss zugeführt wird, kann durch diesen Aufnahmeantagonismus ein relativer Mangel des anderen Elements mit den entsprechenden Symptomen entstehen.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Gute Idee, ich spüle sie mit Mineralwasser. 10 Liter sollten bei 25-Liter-Töpfen reichen, oder?

Ich wäre davon ausgegangen, dass eine Blattdüngung den Mangel schneller behebt, aber wahrscheinlich ist es klüger, die überschüssigen Nährstoffe mit dem Mineralwasser auszuspülen.

Ich überlege, die angerührte Magnesiummischung auf die andere Northern Lights zu geben, um zu sehen, ob meine Dosierung überhaupt einen Unterschied macht. Müsste das Magnesium höher konzentriert sein, würde dort wahrscheinlich gar nichts passieren.

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Zum Ausspülen nimm besser Regenwasser oder entmineralisiertes Wasser. Ich selbst würde die Pflanzen in der Badewanne mit dem Duschkopf spülen.

Mir fällt spontan kein einziger Grund ein, warum man beim Cannabisanbau in Deutschland überhaupt jemals Mineralwasser verwenden sollte.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Hier wird gerade ziemlich viel aus dem Zusammenhang gerissen.

Ich habe ursprünglich vom Gießen mit Mineralwasser gesprochen, als eine gute Möglichkeit, die Nährstoffkonkurrenz durch den Stickstoffüberschuss in den Griff zu bekommen.

Es ging ausdrücklich darum, ein paar Mikronährstoffe leicht anzuheben, damit die Pflanze sie leichter aufnimmt. Momentan verdrängt der Stickstoff durch seinen Überschuss die Aufnahme einiger Mikronährstoffe.

In diesem Fall ist Mineralwasser als schnelle Lösung eine gute Idee. Meinen kompletten Grow von Anfang bis Ende würde ich damit natürlich auch nicht gießen, das wäre etwas teuer.

Dann war plötzlich von "spülen" die Rede, bei mir ging es aber ums Gießen.

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Danke für die Klarstellung! Und ja, so ergibt das Sinn!

Mir geht es auch darum, dass Mineralwasser beim Cannabisanbau manchmal als eine Art Allheilmittel gilt, und das ist es eben nicht.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell
Mir geht es auch darum, dass Mineralwasser beim Cannabisanbau manchmal als eine Art Allheilmittel gilt, und das ist es eben nicht.

Wir haben doch vom Beheben eines Magnesiummangels gesprochen und nicht von einem Allheilmittel.

Die Wasseranalyse des Leitungswassers für mein Gebiet nennt 2,7 mg/L

Regenwasser enthält kein Magnesium.

Das oben erwähnte Mineralwasser Gerolsteiner liegt bei etwa 100mg/L als Sprudel oder Medium (Naturell rund 50mg/L)

Meine angemischte Sprühlösung hat wahrscheinlich (ich habe einen halben TL genommen und nicht abgewogen) 300mg/L Magnesium.

Dahinter steckt folgende Überlegung:

Ich will den Nährstoffüberschuss aus der Brennnesseljauche ausgleichen, gebe also ein Wasser, das arm an NPK ist.

Regenwasser, entmineralisiertes Wasser oder Mineralwasser erfüllen das alle.

Warum dann mit Mineralwasser spülen?

Damit senke ich die NPK-Konzentration und hebe gleichzeitig den Magnesiumgehalt, so mein Gedanke.


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