Jetzt geht es endlich los, mein Grow für 2026 startet.
Vorab die wichtigsten Punkte kompakt:
Sorten (alles Automatik) - geplant je eine Pflanze:
• Skywalker Haze (dutch-passion.com/de/hanfsamen/auto-skywalker…) (Skywalker Haze x Amsterdam Amnesia) - Dutch Passion
• Cinderella 99 (2fast4buds.com/de/seeds/original-cinderella-auto) (Jack Herer x Shiva Skunk) - Fast Buds
• Space Cookies (deliciousseeds.com/de/space-cookies-auto.html) (Critical Neville Haze x Delicious Cookies) - Delicious Seeds
• Super Lemon Haze (shop.greenhouseseeds.nl/medicinal-seeds/super…) (Super Silver Haze x Lemon Skunk) - Greenhouse Seeds
Vorzucht unter LED, drinnen auf der Fensterbank:
• rund zwei Wochen vorziehen
• danach raus ins Gewächshaus
• 2x 7,5W LED-Lichtleisten (mit 218 Lumen/W sehr effizient) bei 4000k Farbtemperatur
Erde samt eingemischtem Dünger und Mineralstoffen:
• gekeimt wird in Anzucht- und Kräutererde (Naturtalent)
• umgetopft wird in Universalerde (Naturtalent)
• ins untere Drittel der Erde kommt zusätzlich:
• Langzeit-Tomatendünger als Granulat
• eine kleine Menge Hornspäne
• Diabas Urgesteinsmehl
Zusätzlich über das Gießwasser:
• Brenesseljauche fürs Wachstum
• COMPO Blumendünger mit Guano als Blütedünger - NPK (4,5,6)
Topfgröße:
• Anzuchttopf mit 75ml, nur fürs Keimen
• Growtopf mit 1,5 Liter, absichtlich klein
Gegen Ungeziefer:
• Neemöl
• Brenesseljauche und Brenesselsud
Von jeder Sorte habe ich zwei Samen gesteckt, also 4 Sorten x 2 Samen und damit acht Stück. Mir reicht es, wenn pro Sorte mindestens eine Pflanze hochkommt. Gehen von einer Sorte beide auf und ich lande insgesamt über vier Pflanzen, verschenke ich jede Pflanze, die ich doppelt habe, bis ich wieder bei höchstens vier bin. Keimen insgesamt nur vier, dann ziehe ich eben das groß, was da ist, auch wenn Doppelte dabei sind. Am liebsten hätte ich die Sortenvielfalt, aber eben maximal vier Pflanzen - für mehr reicht der Platz unter der LED-Lampe nicht.
Gekeimt wird in den acht kleinen Anzuchttöpfen, danach geht es zügig in den 1,5-Liter-Endtopf. Die 1,5 Liter sind eine bewusste Entscheidung: Ich will einerseits nur kleine Pflanzen, andererseits füllen vier solche Töpfe die Fläche unter der LED-Leiste genau aus.
Sobald das Wetter draußen passt, also etwa 18°C am Tag und nachts nicht kälter als 8°C, wandern sie nach draußen ins Gewächshaus. Frühestens zehn Tage nach der Keimung, spätestens nach ungefähr 21 Tagen, weil es unter der Leiste dann zu eng wird.
Das Zubehör - Töpfe, Untersetzer, Gießkanne, Umtopfschieber und die verstellbare Halterung für die LED-Leisten - habe ich selbst konstruiert und mit dem 3D-Drucker gedruckt.
Der Schieber soll den Erdballen komplett und ohne Stress für die Pflanze aus dem Topf heben.
Die höhenverstellbare Halterung für die Lichtleisten leuchtet die Pflanzen breitflächig aus und lässt sich mit zunehmender Größe der Pflanzen schrittweise nach oben setzen und über Stifte fixieren.
Die vielen kleinen Löcher in den Töpfen belüften den Wurzelbereich gut, ähnlich wie bei Air Pots. Weil sie so klein sind, bleibt die Erde trotzdem komplett im Topf und wird nicht herausgespült.
Sind die Pflanzen gekeimt und ein Stück gewachsen, wird getoppt - obwohl das bei Automatiks eigentlich nicht empfohlen wird. Ich will kleine, eher buschige Pflanzen und nehme den Stress durchs Toppen dafür bewusst in Kauf. Maximaler Ertrag ist nicht das Ziel, in den kleinen Töpfen wäre er auch nicht drin. Mir geht es um schöne Pflanzen und gleichmäßige Buds, damit die Blüten am Ende homogen aussehen. Der Reifeunterschied zwischen Mainbud und unterem Bereich fällt so ebenfalls kleiner aus. Nach dem Motto: klein, aber fein.
Am Ende sollen die Pflanzen im Wunschbereich von 50 bis 80cm liegen, dabei rechne ich mit etwa 14-20g getrocknet pro Pflanze.
Gesät habe ich ganz unspektakulär: pro Anzuchttopf ein 5mm tiefes Loch, Samen hinein, Erde drüber schieben, vorsichtig andrücken. Die Erde im Topf war vorher schon leicht angefeuchtet, nach dem Säen habe ich von oben noch einmal leicht angegossen. Darüber kam Frischhaltefolie mit Löchern, damit die Luftfeuchte für die Keimung hoch bleibt, aber trotzdem etwas Luft ausgetauscht wird.
Jetzt heißt es vier bis acht Tage warten und hoffen, dass jede Sorte mindestens einmal hochkommt.
Die Samen lagen rund sechs Monate bei mir zuhause und davor noch unterschiedlich lange beim Händler. Mit einer besonders hohen Keimrate rechne ich nicht, ich halte grob 60% im Schnitt für eine gute Orientierung, lasse mich aber gern überraschen. Zwischen den Sorten erwarte ich große Unterschiede, weil auch ältere Genetiken dabei sind, die vielleicht schon Jahre im Lager lagen. Wenn alle Sorten keimen, wäre das toll, aber ich könnte mir vorstellen, dass bei manchen Sorten ältere Samen dabei sind. Es kann also passieren, dass von einer Sorte gar nichts kommt und bei einer anderen fast alles. Im schlechtesten Fall fallen ein bis zwei Sorten weg und am Ende läuft es doch auf einen Grow mit zwei Pflanzen derselben Sorte hinaus. Für den Notfall habe ich noch Auto Gorilla Zkittles in der Schublade.
Aber bleiben wir nicht zu pessimistisch - sich Gedanken zu machen ist gut, klappen wird es trotzdem!
[4 Bilder nicht übernommen]