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Welchen Dünger nehmt ihr in der Blütephase?

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ich bin gerade etwas planlos. Wie geht ihr in der Blütephase vor, wenn der Stickstoffanteil im Dünger runter und Phosphor und Kalium hoch sollen?

Am liebsten würde ich jetzt einen organischen festen PK-Dünger, der wohl als Phosphorkali oder Phosphatkali gehandelt wird, in die Erde meiner Balkonpflanzen einarbeiten, sodass er bis zum Blüteende reicht. In den Läden hier in der Umgebung finde ich aber keinen.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Ich war gerade in der Düngerabteilung des Baumarkts, das war leider ein ziemlicher Horrortrip. Die einzige Erkenntnis: Es gibt Hornspäne inzwischen auch in Bio und als "Hornspäne vegan", also Stickstofffestdünger in Pellets.

Ansonsten sind die Preise übertrieben hoch, und es stehen dort Unmengen an Spezialdüngern für Zitronen, Tomaten, Rhododendron, Grab und Rasen, meist ohne weitere Angaben, aber leider kein geschissener PK-Dünger für die Blütephase.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Ich habe es schon mehrfach geschrieben:

Ich bleibe bei Compo Grow und Compo Blüte.

Nur die Compo-Erde tausche ich gegen Canna.

Aus einem anderen Thema:

So, ich war heute im Baumarkt einkaufen. Gekauft habe ich für diesen Grow keimungsgeeignete Erde und Blütedünger. Bei den kleinen Töpfen komme ich um einen anteilig mineralischen Dünger nicht herum. Deshalb habe ich im Baumarkt geschaut, welcher Dünger nach seinen NPK-Werten am besten für die Blütephase passt, und bin beim "Compo Blumendünger mit Guano" gelandet. Der hat ein NPK-Verhältnis, also Stickstoff, Phosphor, Kalium, von 4-5-6. Für die Blütephase von Cannabis ist das akzeptabel. Andere Dünger waren deutlich schlechter geeignet, ich habe also das Beste aus der vorhandenen Auswahl genommen. Den Stickstoffbedarf in der Wachstumsphase decke ich über Hornspäne und Brennnesseljauche.

[4 Bilder nicht übernommen]

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Einmal pro Woche Compo Pflanzen- und Palmendünger. Ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht und kann es deshalb echt empfehlen.

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Phosphorkali findest du vielleicht in einer Bonsai-Gärtnerei. Dort nimmt man es, um die Winterhärte der Pflanzen zu unterstützen, allerdings ähnelt es mehr Steinen und könnte für unsere Pflanzen zu langsam wirken. Oder man zermahlt es.

Edit: Ich habe es mit Kalimagnesia verwechselt. Das dürfte aber ebenfalls seinen Zweck erfüllen, anstelle von Dolomitkalk.

Ich dünge einfach weiter mit meiner selbst angesetzten Beinwellgülle.

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Einen reinen PK-Dünger braucht man für die Blütephase eigentlich nicht.

Cannabis hat auch in der Blüte einen Stickstoffbedarf, nur eben etwas geringer als im Wachstum.

Wenn du einen Dünger mit etwas weniger Stickstoff, dafür mehr Phosphor und Kalium findest, also zum Beispiel NPK 3-5-5 oder so ähnlich, dann passt das für die Blütephase schon.

Solche PK-Dünger gibt es als Blütedünger-Zusatz. Den nutzen oft "professionelle" Grower, um gegen Ende der Blüte den Phosphor- und Kaliumgehalt zu erhöhen. Das ist praktisch, weil man sich dann eine Düngerlösung mischen kann, in der man genau diese beiden Stoffe regeln kann.

Nötig ist es aber nicht, das ist eher was für Leute, die noch die letzten 3 % aus dem Grow herauskitzeln wollen.

Für einen "normalen" Grower reicht ein Dünger mit entsprechend weniger Stickstoff und mehr Phosphor und Kalium über die ganze Blütephase. Die letzten Prozente herauszuholen und dafür verhältnismäßig viel Geld auszugeben, rentiert sich nicht.

Es lohnt sich, wenn man hydroponisch anbaut, eine sehr gute Growlampe hat und sowieso schon 3000 € für die Ausrüstung ausgegeben hat, um jetzt noch an den letzten Stellen zu feilen. Es ist einer der letzten Optimierungsschritte in der Kette, ganz am Ende kommt meiner Meinung nach CO2.

Bei unseren Grows verpufft der größte Teil des Potenzials ohnehin schon durch schlechte Bedingungen. Draußen sind das zum Beispiel Wolken, Regen, nicht optimale Temperaturen und Schädlinge, drinnen geht viel durch eine zu schwache LED verloren.

Damit verlieren wir meistens schon 40 bis 70 % von dem, was unter Idealbedingungen möglich wäre. Die 3 Prozent, die mit PK-Dünger noch drin sind, fallen dabei nicht ins Gewicht, wirtschaftlich noch weniger. Da sollte man erst an anderen Stellen ansetzen, bevor man dieses Thema angeht.


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