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Kokosöl und Butter aus frischen Blüten ansetzen

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Hi.

Wir konsumieren seit ein paar Jahren nur noch oral, weil die Lunge das ab einem bestimmten Alter einfach nicht mehr mitmacht.

Seit einem Monat dürfen wir nun selbst anbauen, und dadurch kommen neue Fragen auf.

Butter und Kokosöl haben wir bisher immer mit Hash angesetzt.

Jetzt wollen wir es mit den eigenen Pflänzchen versuchen, und die ganze Pflanze zu verwenden soll ja besonders gesund sein. Nur wie? Alles, was ich zur Weiterverarbeitung der reifen Pflanze finde, dreht sich ums Rauchen.

Konkret gefragt: Muss ich die Pflanze auch dann wochenlang trocknen, wenn daraus Kokosöl werden soll, und mich der Kräutergeschmack nicht weiter stört? (Zu Salzgebäck stelle ich mir das sehr lecker vor, zum Beispiel mit veganem Aufstrich …)

Oder hat das Trocknen ebenfalls einen Einfluss auf die Wirkung? Wenn ja, welchen, wie stark ist er, und wie verhält es sich mit den übrigen Inhaltsstoffen? Bei anderen Kräutern heißt es doch immer: je frischer, desto gesünder – und uns geht es ja nicht in erster Linie um den allergrößten Kick.

Häufig ist es ja das Zusammenspiel der Wirkstoffe.

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Wenn der "Kick" nicht das Ziel ist, könnte auch schon eine einfache CBD-Pflanze genügen …

Trocknen muss nicht sein, es geht dabei nur um die Haltbarkeit, um die Vorbeugung von Schimmel und darum, den Wassergehalt in der Pflanze zu senken, damit sie leichter verbrennt. Außerdem wird der Rauch dadurch für die Schleimhäute weniger reizend, es sticht und kratzt also weniger im Hals.

Ebenso hilft es, Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen nach dem Rauchen zu vermeiden.

Roh und ungekocht essen kann man es auch, genauso ungetrocknet. Nur können dabei als Nebenwirkungen lang anhaltende Übelkeit, Angstzustände und massives Unwohlsein auftreten.

Falls das Rauchen zu problematisch ist, würde ich Infusionen aus Cannabis empfehlen. Cannabis zu essen ist eher nicht mein Fall.

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Hallo.

Danke für die Info.

Nein, nur CBD ist nicht das, was wir suchen. Um den Kick geht es natürlich auch, er muss nur nicht der größtmögliche sein. Bei Heilpflanzen kommt es meistens auf das Zusammenspiel der Inhaltsstoffe an.

Und wie wir wissen, heilen nicht nur die körperlichen Effekte, sondern vor allem die Möglichkeit zur Selbsterkenntnis und zur Traumabewältigung, was dann wiederum auf den Körper zurückwirkt.

Du schreibst, roher Verzehr sei möglich, man müsse dann aber mit Übelkeit und Angstzuständen rechnen.

Das leuchtet mir nicht ein. Ich war der Annahme, dass THC erst durch Hitze aus einer Vorstufe entsteht.

Mir war eben nur unklar, ob auch das Trocknen die Wirkstoffe verändert.

Jetzt bin ich wirklich neugierig: Du hast es mal roh gegessen und hattest danach Übelkeit und Angstzustände??

Schreibt hier gerne weitere Erfahrungen zu ungetrocknetem und rohem Cannabis. Sehr spannend!

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Hi. Ich wollte mal ein Update dalassen.

Gestern habe ich endlich Kekse aus meinem ersten selbst angebauten Wheed gebacken. Insgesamt waren es 5 Pflanzen, White Skunk autoflowering. Weil nicht alle gleichzeitig reif waren, hatte ich eine komplett getrocknete, zwei fast getrocknete und zwei frisch geerntete dabei. Das Ergebnis war überwältigend schön – und dabei habe ich beim Zubereiten nur genascht, also den Löffel abgeschleckt und so.

Es war eine große, lichtvolle Erfahrung, die mit der Natur verbindet. Wir haben Ball gespielt und sind draußen herumgelaufen.

Übelkeit? Keine Spur!

Dazu noch eine Anmerkung, weil der orale Konsum immer so negativ dargestellt wird.

Oben stand zum Beispiel: wenn man oral konsumieren MUSS. Ich würde jedem empfehlen, oral zu konsumieren. Über die Frage, ob Cannabis gesund ist, gehen die Meinungen ja auseinander. Dass es für die Lunge ungesund ist, steht aber außer Zweifel, und die Hustenattacken von Leuten, die keinen Tabak rauchen, sollten Warnung genug sein, sich das nicht allzu oft anzutun. Ich hoffe, dass die orale Einnahme viel gebräuchlicher wird.

Wichtig ist dabei, sich langsam an die Dosierung heranzutasten. Die Wirkung zieht sich ja auch länger. Uns reichen 0,15 bis 0,3 Gramm pro Mal.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Hat schon mal jemand versucht, Hanfkekse mit frischen, also ungetrockneten Blüten zu backen?

Und hat das geklappt?

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Ob feucht oder trocken spielt keine Rolle, mit passender Decarboxylierung funktioniert es. Also etwa, indem man es in Butter köcheln lässt und es sich dadurch im Fett löst, oder indem man es eine Zeit lang backt – oder beides kombiniert.

Der einzige Unterschied ist, dass mehr Chlorophyll, also grüne Farbe, in den Teig kommt. Beim Trocknen wird ein Teil davon abgebaut.

In der Praxis habe ich das auch schon gemacht: Haschbutter direkt aus feuchten Blüten angesetzt und daraus Muffins gebacken. Die Wirkung war gut.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Danke für den Hinweis.

Ich decarboxyliere die getrockneten Hanfblüten vor dem Backen nämlich nicht. Ich mahle sie im Grinder klein und gebe sie direkt in den Teig. Den Rest besorgt die Backtemperatur.

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Wie mahlst du das?

Feuchtes Grünzeug in Keksen klingt für mich nicht besonders appetitlich


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