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Panik nach dem Rauchen, welche Sorte geht noch?

Archiv-Mitglied AArchiv · redaktionell

Hallo, ich hoffe, ich bekomme hier ein paar Rückmeldungen, die mir weiterhelfen. Vor längerer Zeit hat mich nach dem Kiffen eine heftige Panikattacke erwischt. Dabei hatte ich Gras bis dahin immer gut vertragen. Das Ganze hat mich damals so umgehauen, dass ich eine Kur brauchte, um die Panikstörung wieder loszuwerden. Heute stehe ich beim Thema Angst und Panik sehr stabil da. Nach der Kur habe ich noch einmal alleine geraucht, und das ist mir sogar ganz gut bekommen. Danach habe ich es aber jahrelang aus Angst gelassen.

Vor etwa vier Jahren habe ich dann mit Freunden geraucht und hatte sofort wieder eine Attacke. Trotz all meiner Erfahrung mit Angstattacken war die nicht so leicht in den Griff zu bekommen. Dazu muss ich sagen, dass der Joint nichts für schwache Nerven war. Die Jungs kenne ich, mir ist also klar, welche Mengen da hineingehen. Zwei Züge haben jedenfalls gereicht, um acht bis neun Stunden lang zugenagelt zu sein, mit diesem beklemmenden Gefühl in der Magengegend und Panik, die in Wellen kam. Den Rausch konnte ich so gut wie gar nicht genießen. Am nächsten Morgen kam noch eine starke Panikattacke, die ich aber innerhalb von Minuten wieder unter Kontrolle hatte.

Ich vermute, dass die Sorte da mit reinspielt. Gelesen habe ich viel dazu und im Kern immer zwei Antworten gefunden:

1. Das kommt ab jetzt immer wieder und du kannst es abhaken, weil dein Körper auf THC nun mal so reagiert.

2. Es hängt an der Sorte, und ein Gras mit genauso viel CBD wie THC sollte besser laufen als reine THC-Sorten. Außerdem sei es Kopfsache und man müsse sich der Angst stellen.

Nach längerem Recherchieren habe ich mir drei Sorten rausgesucht, die ich probieren möchte:

• Nothern Lights (Auto), 80 % Indica, 20 % Ruderalis, THC 14 %, CBD niedrig • Easy Bud Auto Zitrone, 15 % Sativa, 55 % Indica, 30 % Ruderalis, THC 12 %, CBD niedrig • Orange Glaze Auto, 50 % Indica, 50 % Sativa, THC 18 %, CBD 18 %

Was sagt ihr dazu?

Archiv-Mitglied BArchiv · redaktionell

Hallo. Genau so ist es, du musst dich der Angst stellen. Und nicht außerhalb eines therapeutischen Rahmens kiffen, wobei du dir einen solchen Rahmen auch selbst schaffen kannst. Entweder lässt du die Finger erst mal ganz davon, oder du gehst nur sehr selten und in einem besonderen Umfeld bewusst hinein. Gibt es in deinem Bekanntenkreis eine Therapeutin oder einen Therapeuten? Oder wenigstens einen sehr lieben Menschen, der gut zuhören kann, zurückhaltend dabei ist, dir allein durch seine Anwesenheit Sicherheit gibt und mit dem du reden kannst? Ich glaube, Cannabis ist für dich im Moment nichts für den Alltag. Ein Tipp: wenn überhaupt, dann CBD-reiche Sorten. Und nimm dir Zeit, das zu verarbeiten, was da bei dir hochgekommen ist. Und atmen, unbedingt. Dafür gibt es ganz brauchbare Apps. Am Anfang ist das Wichtigste, doppelt so lange auszuatmen wie einzuatmen: beim Einatmen bis vier zählen, beim Ausatmen bis acht. 🙂

Und wenn es nicht bei der Angst bleibt, wenn also paranoide Gedanken dazukommen, wenn du zum Beispiel plötzlich bei Menschen, die du immer geschätzt hast, denkst, das seien Unholde, oder dass jemand hinter dir her ist, dann lass es bitte wirklich sein. Das kann in eine Psychose kippen. Schreib deine Gedanken auf und denk im nüchternen Zustand noch einmal darüber nach.

Archiv-Mitglied CArchiv · redaktionell

Interessantes Thema. Vor Jahrzehnten hatte ich selbst eine Phase, in der Cannabis bei mir zu viele Ängste auslöste und der Konsum mir einfach keinen Spaß mehr machte.

Heute komme ich viel besser damit zurecht. Damals war das Sortenangebot auch nicht so, dass man wirklich etwas auswählen konnte.

Ich würde auch sagen, dass die Sorte die Wirkung beeinflusst. Manche gehen sehr stark in den Kopf, bei anderen bleibt der Kopf gefühlt ganz außen vor und es wirkt nur im Körper.

An deiner Stelle würde ich mich wirklich vorsichtig annähern und Sorten mit 10 % THC und dazu ordentlich CBD nehmen, also 1:1-Sorten. Bei so wenig THC kannst du dich locker an das Niveau herantasten, das dir passt, und notfalls noch etwas nachlegen, wenn es zu wenig war. In die andere Richtung geht es ja eher nicht.

Viel Erfolg!

Archiv-Mitglied DArchiv · redaktionell

Hallo, ich vertrage auch nicht viel, was ja auch gut so ist, mein Lebensinhalt soll das Kiffen schließlich nicht werden.

Du kannst dich langsam an dein Niveau herantasten, mit einem Vaporizer geht das gut. Verbreitet ist dabei der Gedanke, dass THC und CBD im Kraut ausgewogen sein sollten.

Oder das Zeug ist einfach nichts für dich, tut dir nicht gut, und du lässt es bleiben.

Archiv-Mitglied EArchiv · redaktionell

Hallo, du kannst wirklich stolz darauf sein, wie reflektiert und verantwortungsbewusst du mit Cannabis umgehst. THC verträgt nun mal jeder anders, und bei dir schlägt es stärker an. Manchmal haben aber auch die Umgebung und die Stimmung großen Anteil daran, wie man Cannabis erlebt. Deine Sortenauswahl, vor allem die Orange Glaze mit dem ausgeglichenen Verhältnis von THC und CBD, könnte tatsächlich passen. Andererseits muss man sich womöglich eingestehen, dass der eigene Körper das THC schlecht verträgt, und dann ganz darauf verzichten. Zum Entspannen findest du sicher auch andere Wege.


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