Verschreiben dürfen alle approbierten Ärztinnen und Ärzte, ausgenommen die Zahnmedizin. Eine Zusatzqualifikation ist nicht vorgeschrieben — die Verordnung muss aber medizinisch begründet sein. Das ist die eigentliche Hürde.
Der Ablauf:
Anamnese: Vorerkrankungen, bisherige Therapien und warum sie nicht ausgereicht haben. Wer Befunde mitbringt, spart eine Runde.
Sprechstunde in der Praxis oder per Video. Reine Fragebogen-Verfahren ohne ärztlichen Kontakt sind kritisch zu sehen.
Rezept: Seit dem 1. April 2024 ist medizinisches Cannabis kein Betäubungsmittel mehr, sondern fällt unter das Medizinal-Cannabisgesetz. Ein reguläres Rezept genügt.
Einlösen in der Apotheke vor Ort oder bei einer Versandapotheke. Das Privatrezept ist an keine Apotheke gebunden.
Viele Hausarztpraxen lehnen ab, weil ihnen die Erfahrung fehlt — ein Grund, warum sich Telemedizin-Anbieter etabliert haben. Die Erstberatung ist eine Privatleistung nach GOÄ; der Betrag lohnt die Frage vorher.
Ausführlich: Cannabis auf Privatrezept — so läuft es ab · Anbieter: Ärzte & Telemedizin
Stand: 13. September 2026. Das ist ein Überblick, keine medizinische Beratung. Ob eine Therapie sinnvoll ist, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.
Wie habt ihr euer erstes Rezept bekommen — Hausarzt, Facharzt oder Telemedizin?